Ex-Red-Bull-Teamchef Christian Horner steht übereinstimmenden Berichten zufolge kurz vor einer Rückkehr in die Formel 1. Die Spur zu Rennstall Alpine ist bereits heiß. Allerdings wird sein Einstieg nicht so schnell über die Bühne gehen wie erhofft. Ein bislang unbekanntes Dokument ist der Grund dafür.
Die Rückkehr von Christian Horner in die Formel 1 wird sich mindestens bis September verzögern. Das hatte auch "Sport1" schon berichtet. Als Grund gab der Sender allerdings Alpines Motoren-Ausstatter Mercedes und Toto Wolff an, zu dem Horner bekanntlich nicht das beste Verhältnis pflegt. Doch das ist offenbar nur ein kleiner Teil der Wahrheit.
Das Portal "PlanetF1" hat Einsicht in ein Dokument bekommen, aus dem hervorgeht, warum Horner auf keinen Fall vor September bei Alpine einsteigen kann. Dabei handelt es sich um einen Vertrag, in dem steht, dass Alpine-Anteilseigner Otro seine Anteile (24 Prozent) frühestens drei Jahre nach dem Erwerb verkaufen kann. Erworben hatte das Unternehmen seine Anteile am 13. September 2023.
Horner braucht das Go von Renault
Darüber hinaus geht aus dem Dokument hervor, dass Otro seine Anteile nur mit ausdrücklicher Erlaubnis von Renault verkaufen darf. Bedeutet: Horner und Otro müssen auf ihren Deal mindestens bis zum 13. September 2026 warten und sich vorher das grüne Licht von Renault holen.
Diese Deadline ist laut "PlanetF1"-Angaben letztlich auch der Grund, warum das Horner-Thema in den letzten Wochen zwar heiß diskutiert wurde, aber kaum Fahrt aufgenommen hat. Offensichtlich wissen die Parteien um die vertraglich verpflichtende Wartezeit.
Nicht auszuschließen ist dem Bericht zufolge zudem, dass sich Renault gegen einen Verkauf der Otro-Anteile an Horner entscheidet und die 24 Prozent selbst zurückkauft. In diesem Fall wäre die Alpine-Tür für den ehemaligen Red-Bull-Teamchef gar komplett geschlossen.


