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NFL Predictions Wild Card Round

49ers scheitern am Titelverteidiger

Brock Purdy steht vor einer hohen Hürde in Runde 1
Brock Purdy steht vor einer hohen Hürde in Runde 1
Foto: © IMAGO/Trevor Ruszkowski
11. Januar 2026, 06:00

Die Playoffs starten mit dem Wild Card Weekend, das so richtig wild werden könnte. Nahezu kein Spiel dürfte schnell entschieden sein. Und der jeweils höhere Seed muss nicht unbedingt ein Vorteil sein.

Das sind die Predictions von sport.de-Redakteur Marcus Blumberg.

NFL Predictions Wild Card Round

Die chaotischste Regular Season, an die ich mich erinnern kann, ist rum. Zeit also, das Ganze noch weiterzutreiben. Gleich am Samstag sehen wir zwei Duelle, die es in diesem Jahr schon gab. Am Sonntag gibt es die richtigen Kracher und Montag braucht das Heimteam schon viel Glück.

Los Angeles Rams (12-5, #5) @ Carolina Panthers (8-9, #4) (Sa., ab 22 Uhr live bei RTL)

Es ist das Rematch von Woche 13, als die Panthers aus irgendeinem Grund die Rams 31:28 besiegten. Der von einigen als MVP gehypte Matthew Stafford warf damals zwei Interceptions und Bryce Young führte sein Team mit einem Game-Winning Drive samt 43-Yard-Touchdown-Pass auf Tetairoa McMillan zum Sieg. Doch hat das irgendeine Auswirkung auf diesen Samstag?

Auf dem Papier natürlich nicht, denn die Rams sind nach Belangen haushoher Favorit. Doch die Panthers haben gezeigt, dass sie den Rams wehtun können. Die Rams sind Spezialsten darin, Gegner in 3rd&Long zu zwingen. Und Sie hatten in 3rd&Long gegen Young in Woche 13 eine Pressure Rate von 80 Prozent (4/5 Dropbacks), doch das eine Mal, in dem kein Pressure gelang, resultierte in einen 35-Yard-Touchdown-Pass auf Chuba Hubbard, was die längste Completion in 3rd&Long gegen die Rams in diesem Jahr war. 

Auch sah Young gut aus gegen den Rams-Blitz und bei Pässen hinter die Line of Scrimmage. Das ist uncharakteristisch für die Rams unter Defensive Coordinator Chris Shula und zeigt, dass Carolina nicht unbedingt chancenlos ist. Offensiv hatte man Stafford derweil weitestgehend im Griff.

Er hatte eines seiner schwächsten Spiele mit Under-Center-Play-Action-Plays und brachte nur einen Downfield-Pass (mehr als 10 Air Yards) an. Entscheidend waren am Ende aber tatsächlich die zwei Interceptions.

Die Rams haben mehrfach gezeigt, dass sie zu schwachen Tagen in der Lage sind. Aber gegen den größten Außenseiter dieser Playoffs sollte dennoch ein Sieg drin sein.

Tipp: Rams @ Panthers 27:20

Green Bay Packers (9-7-1, #7) @ Chicago Bears (11-6, #2) (So., 2 Uhr live bei RTL)

Fun Facts: Die Packers haben ihre letzten vier Spiele allesamt verloren. Der letzte Sieg? Woche 14 gegen die Bears (28:21). Die Bears haben ihre letzten beiden Spiele verloren. Der letzte Sieg? Woche 16 gegen die Packers (22:16)!

Beide sind also nicht unbedingt in Topform, doch bekommen die Packers jetzt mindestens mal Quarterback Jordan Love zurück, der sicherlich mehr Upside bietet als Malik Willis, der aber dennoch einen guten Job gemacht hat in seinen Einsätzen. Doch Love wird die schwache Passverteidigung der Bears attackieren. Letztere hat die drittmeisten Passing Yards im Schnitt aller Playoff-Teams in diesem Jahr zugelassen. Zudem hatte Josh Jacobs gegen die Bears in Woche 14 eines seiner besten Spiele des Jahres mit 86 Yards und einen Touchdown. Die Bears-Defense gab im Schnitt die viertmeisten Rushing Yards ab.

Bedenklich für Chicago ist zudem, dass sie kaum Pressure erzeugen und, dass sie das einzige Team in der NFL sind, das in weniger als 10 Prozent der Dropbacks Quick Pressures erzeugt hat (9,8 Prozent). Love ist anfällig für Druck, doch wenn der nicht kommt, ist er äußerst gefährlich.

Die Bears wiederum haben in Woche 16 den Fakt ausgenutzt, dass die Packers kaum mit Loaded Boxes gespielt haben. Überhaupt hatten sie ihre zweit- und vierthöchste Success Rate auf dem Boden gegen die Packers in den zwei Spiele dieser Saison. Zudem hatte Caleb Williams sehr viel Zeit zum Werfen gegen die Packers, was meist zum Erfolg führte, da auch Letztere kaum für Pressure sorgten, seit Micah Parsons verletzt ist. Auffällig war, dass sie in beiden Spielen gegen Green Bay offensiv vor der Pause kaum zur Geltung kamen, dafür aber jeweils in der zweiten Hälfte aufdrehten.

Am Ende wird dies ein Spiel auf Augenhöhe, in dem Nuancen entscheiden. Ich sehe aber am Ende die Packers vorne, denn sie haben mehr Playoff-Erfahrung und ich bin noch nicht vollends überzeugt, dass am Ende nicht doch wieder ein Doink oder ähnliches in die falsche Richtung geht für Da Bears.

Tipp: Packers @ Bears 24:22

Buffalo Bills (12-5, #6) @ Jacksonville Jaguars (13-4, #3) (So., 19 Uhr live bei RTL)

Die Jaguars gehen mit einer Acht-Spiele-Siegesserie in die Playoffs, die Bills wiederum gewannen fünf ihrer letzten sechs Spiele, unterlagen jedoch den Eagles und ihrer bärenstarken Defense 12:13 vor heimischer Kulisse in Woche 17. Und auf eine starke Defense treffen sie jetzt erneut.

Die Jaguars geben im Schnitt nur 68 Rushing Yards pro Spiel an Running Backs ab, was der Bestwert der Liga ist. James Cook wiederum führte die NFL in Rushing Yards an und kam im Schnitt auf 95,4 Yards, obwohl er sieben Mal weniger als 90 Yards erlief. Durch die Luft stellen die Jaguars derweil die zweiteffizienteste Defense der NFL, obwohl ihr Pass Rush gar nicht mal so gut ist. Am Ende jedoch wird vieles davon abhängen, wie sich Josh Allen präsentiert, der in vier Playoff-Auswärtsspielen im Schnitt für 351 Total Yards sorgte.

Haben Jaguars den Ball, ist ein Ansatzpunkt die schwache Run Defense der Bills. Travis Etienne wird einige Touches bekommen und Trevor Lawrence dürfte auch häufiger mindestens scrambeln, denn die Bills lassen im Schnitt 6,7 Rushing Yards pro Carry gegen Quarterbacks zu, was der höchste Wert aller Playoff-Teams ist. Die Passverteidigung der Bills ist stark, der Pass Rush mindestens solide.

Es steht und fällt mit Allen. Wenn er einen guten Tag erwischt, kann er das Team weit tragen. Doch schwächelt er oder leistet sich zu viele Fehler, dann wird es eng für Buffalo. Ich denke, mit ihrer Erfahrung sind die Bills knapp vorn, aber einfach das nicht.

Tipp: Bills @ Jaguars 27:26

Video: Rodgers und Pittsburgh jubeln nach Mega-Drama

San Francisco 49ers (12-5, #6) @ Philadelphia Eagles (11-6, #3) (So., 22:30 Uhr live bei RTL)

Die 49ers sind vermutlich besser als der Großteil der Teams in diesem Playoff-Feld. Aber die Eagles sind vermutlich neben den Seahawks das schlechtestmögliche Matchup für sie. 

Haben die Niners den Ball, dann ergeben sich gleich mehrere Matchup-Probleme. Brock Purdy etwa hat neun seiner zehn Interceptions in diesem Jahr auf In-Breaking-Routes geworfen - nur Geno Smith hat mehr (10). Und auch wenn er 72,6 Prozent der Pässe auf solche Routes angebracht hat, trifft er nun auf die Defense, die mit einer Completion Percentage von nur 51,9 Prozent den besten Wert seit Anbeginn der "Next Gen Stats"-Ära hingelegt hat, wenn es gegen In-Breaking-Routes ging. 

Zudem sind die Eagles extrem unangenehm gegen mittellange Pässe (10-19 Air Yards), gegen die sie nur eine Completion Percentage von 40,9 Prozent zulassen. Purdy attackierte diese Passtiefe in 24,6 Prozent seiner Pässe (Rang 6 der Liga), was auch zum Problem werden könnte. Und die Eagles stellen die zehnteffizienteste Run Defense der NFL, während das Run Game der Niners alles andere als effizient ist (Rang 24).

Die Wild Card dieses Wild Card Games (sic!) ist derweil naturgemäß die Eagles-Offense. Wird sich Kevin Patullo wieder mal selbst im Weg stehen beziehungsweise wie sehr wird er sich selbst im Weg stehen? Die Eagles können offensiv einiges reißen, doch wird das häufig durchs Play Calling behindert. Basierend auf dem Seahawks-Spiel von Woche 18 könnte aber das Run Game um Saquon Barkley dieses Mal fruchten, gerade dann, wenn Right Tackle Lane Johnson am Ende von seiner Fußverletzung zurückkehren sollte. Den Niners ist bekanntlich mit Tatum Bethum ein weiterer wichtiger Linebacker weggebrochen.

Durch die Luft wird es derweil spannend, ob die Eagles ihre eigene rechte Seite gegen Cornerback Deommodore Lenoir attackieren, der dort fast exklusiv spielt. Oder geht man lieber über links und Rookie Renardo Green? Wide Receiver DeVonta Smith etwa ist dann am besten, wenn er rechts an der Seitenlinie spielt, womit dann A.J. Brown meist auf der anderen Seite zum Einsatz kommt. Auf ihre geliebte Man Coverage werden die Eagles aber wohl eher selten treffen. 

Insgesamt sind die Eagles auf dem Papier genau der Gegner, den die Niners in ihrer aktuellen Verfassung besser gemieden hätten, wenn jene sich nicht selbst im Weg stehen.

Tipp: 49ers @ Eagles 20:24

Los Angeles Chargers (11-6, #7) @ New England Patriots (14-3, #2) (Mo., 2 Uhr live bei RTL)

Justin Herbert gegen Drake "Drake Maye" Maye. Das könnte ein Fest in der Nacht zum Montag werden. Entscheidend wird wohl letztlich, welcher dieser beiden Top-Quarterbacks am ehesten mit der jeweiligen Defense beziehungsweise mit den Limits der eigenen Offense klarkommt.

Haben die Chargers den Ball, kommt es hauptsächlich auf Herbert an, dessen Offensive Line verletzungsbedingt komplett zerschossen ist. Der Patriots-Pass-Rush lag zuletzt brach, doch die Rückkehr von Defensive Tackle Milton Williams brachte zumindest hier eine Verbesserung. Das gilt auch für die Run Defense, in der Linebacker Robert Spillane weiter schmerzlich vermisst wird, ebenso Edge Rusher Harold Landry. Beide sind weiter fraglich. Was den Patriots aber in diesem Jahr gelungen ist: sie haben ihre schwache Run Defense stabilisiert und limitierten erstmals seit langer Zeit Quarterback-Scramble-Runs, die wiederum eine Stärke von Herbert sind. Er führt die NFL mit 469 Scramble-Yards an. 

Haben die Patriots den Ball, dann werden sie sicherlich früh testen, ob ihr Run Game wie zuletzt auch gegen eine starke Run Defense klarkommt. Ansonsten geht es hauptsächlich durch die Luft, wo Maye die NFL in Downfield-Pässen anführt. Solche wiederum verteidigen die Chargers sehr gut und ließen nur eine Completion Percentage von 40,7 Prozent zu (Rang 3). Die Chargers verstehen es derweil, mit ihrem Pass Rush Schaden anzurichten. Die Offensive Line New Englands ist ist immer sattelfest, auch wenn jetzt Left Tackle Will Campbell zurück ist. Und Maye hat im Schnitt nur 232 Passing Yards in Spielen gegen Teams mit positiver Bilanz geworfen und zwei der drei Spiele verloren. Normal kommt er auf 258,5 Passing Yards im Schnitt. Die Chargers wiederum ließen gegen Playoff-Teams nur 174,5 Passing Yards im Schnitt zu.

Auch diese Partie wird eng, zumal bei New England hinzu kommt, dass sie zuhause nur 6-3 waren in dieser Saison. Doch zeigten sie zuletzt einfach eine bessere Verfassung als die Chargers und haben womöglich die bessere Offense.

Tipp: Chargers @ Patriots 24:27

Houston Texans (12-5, #5) @ Pittsburgh Steelers (10-7, #4) (Di., ab 1:45 Uhr live bei RTL)

Die Steelers sind mit viel Glück in die Playoffs gekommen und treffen nun auf eine der besten Defenses der Liga. Die Texans haben gegen Teams mit positiver Bilanz nur 19,4 Punkte im Schnitt zugelassen (Rang 5 der NFL) und die Steelers erzielten im Schnitt 23,4 Punkte pro Spiel (15.). Die Steelers bekommen derweil Wide Receiver D.K. Metcalf nach seiner Zwei-Spiele-Sperre zurück.

Ob der aber der erhoffte Heilsbringer ist, muss bezweifelt werden. Er hat nur in vier Spielen in dieser Saison mehr als 60 Receiving Yards erzielt und kommt im Schnitt ohnehin nur auf vier Receptions und 49,4 Yards seit Woche 7. Das ist auch eine Folge kurzen und schnellen Pässe von Rodgers, die recht selten weit über die Line of Scrimmage fliegen. Er warf zwar gegen die Ravens zuletzt häufiger mal tief, aber die Regel ist das nicht. Doch diese kurzen Pässe verteidigt kaum eine Defense besser als die der Texans. Bei längerend Pässen dagegen sind sie eher durchschnittlich unterwegs.

Hat Houston den Ball, sollte man Vorteile im Passspiel haben, wenn C.J. Stroud nicht allzu sehr unter Druck gerät. Auf dem Boden dagegen war man zuletzt sehr selten effektiv, was an einem kalten Abend um den Gefrierpunkt in Pittsburgh zum Problem werden könnte. Doch insgesamt bräuchte es erneut viel Glück für die Steelers, um diesen aktuell starken Gegner rauszuwerfen.

Tipp: Texans @ Steelers 20:17

 

NFL Predictions 2025 im Überblick
WocheBilanzAlle Prognosen zum Nachlesen
Woche 112-4Predictions Woche 1
Woche 213-3Predictions Woche 2
Woche 312-4Predictions Woche 3
Woche 49-6*Predictions Woche 4
Woche 55-9Predictions Woche 5
Woche 67-8Predictions Woche 6
Woche 712-3Predictions Woche 7
Woche 89-4Predictions Woche 8
Woche 98-6Predictions Woche 9
Woche 1010-4Predictions Woche 10
Woche 1111-4Predictions Woche 11
Woche 1210-4Predictions Woche 12
Woche 1310-6Predictions Woche 13
Woche 148-6Predictions Woche 14
Woche 157-9Predictions Woche 15
Woche 1611-5Predictions Woche 16
Woche 178-8Predictions Woche 17
Woche 189-7Predictions Woche 18
Gesamt171-100*-
Gesamt 2024195-90(inklusive Playoffs)

*) Das Unentschieden aus Woche 4 fällt aus der Wertung.

 

Carolina Panthers
Carolina Panthers
Panthers
31
0
14
3
14
Los Angeles Rams
Los Angeles Rams
Rams
34
7
10
3
14
22:30
Sa, 10.01.
Beendet
Chicago Bears
Chicago Bears
Bears
31
3
0
3
25
Green Bay Packers
Green Bay Packers
Packers
27
7
14
0
6
02:00
So, 11.01.
Beendet
Jacksonville Jaguars
Jacksonville Jaguars
Jaguars
0
Buffalo Bills
Buffalo Bills
Bills
0
19:00
So, 11.01.
Philadelphia Eagles
Philadelphia Eagles
Eagles
0
San Francisco 49ers
San Francisco 49ers
49ers
0
22:30
So, 11.01.
New England Patriots
New England Patriots
Patriots
0
Los Angeles Chargers
Los Angeles Chargers
Chargers
0
02:15
Mo, 12.01.
Pittsburgh Steelers
Pittsburgh Steelers
Steelers
0
Houston Texans
Houston Texans
Texans
0
02:15
Di, 13.01.
vollständiger Spielplan

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