Im Oktober 2024 wurde bei Maria Luisa Grohs vom FC Bayern ein Tumor entdeckt, im folgenden Dezember wurde die Torhüterin erfolgreich am Hals operiert, ehe sie im März 2025 ihr umjubeltes Pflichtspiel-Comeback feierte. Die 24-Jährige will nach ihrem erfolgreichen Kampf gegen den Krebs künftig auch als Vorbild dienen.
Die Narbe an ihrem Hals, die von einem Eingriff bei einer Behandlung stammt, störe sie beispielsweise "überhaupt nicht", verriet Maria Luisa Grohs im Interview mit Bayerns Mitgliedermagazin "51": "Niemand, dem so etwas passiert, braucht sich dafür zu schämen."
Ihre Narbe zeige sie "auch, weil sie eine Botschaft hat: Achtet auf euch! Und: Ihr müsst nichts verbergen, nur weil etwas nicht perfekt ist."
Darüber, ihre Karriere frühzeitig zu beenden, habe sie "nie ernsthaft" nachgedacht, mit ihrer Mutter nur einmal darüber gesprochen, hob Grohs hervor.
"Es tat gut, sich bewusst zu machen: Es ist meine Entscheidung – und in meinem Kopf war immer: Ich bin noch nicht fertig mit Fußball", erklärte die Torfrau, die Zeit für die Verarbeitung der komplizierten Wochen benötigt hatte. "Heute kann ich sagen, dass mich die ganze Erfahrung – von der Diagnose bis zur Verarbeitung – stärker gemacht hat."
Angst, dass der Krebs zurückkommen könnte, habe sie keine, Respekt allerdings schon. "Ich gehe schon mit einer gewissen Anspannung in die Nachsorgetermine", gestand Grohs, wenn aber alles in Ordnung sei, gewinne sie mehr Sicherheit: "Ich glaube, dieser Respekt ist einfach Teil des Ganzen. Und ich weiß auch: Sollte der Krebs tatsächlich zurückkommen, würde ich damit umgehen können."
Beim FC Bayern nicht mehr erste Wahl
Sportlich muss Grohs, die im Oktober 2024 auch für die deutsche Nationalmannschaft nominiert worden war, aber aufgrund einer Mandel-Operation absagte, ihrer Münchner Teamkollegin Ena Mahmutovic derzeit den Vorrang lassen.
Es sei "ein enger Konkurrenzkampf" beim deutschen Double-Gewinner, betonte Grohs: Sie wolle alles dafür tun, "um wieder zu spielen", gleichzeitig wisse sie durch ihre Krebserfahrung: "Mein Glück im Leben hängt nicht davon ab, ob ich im Tor stehe oder nicht. Das wäre ungesund."



























