Der FC Bayern hat sein Trainerteam während der Winterpause weiter verstärkt. Ein Branchenkenner wertet die neuste Verpflichtung als "Statement".
Vor wenigen Tagen holte der FC Bayern den Engländer Daniel Fradley als neuen Assistenztrainer. Der 35-Jährige arbeitete zuvor unter Pep Guardiola bei Manchester City. Fradley soll fortan Vincent Kompany in München unterstützen.
Der Belgier hat bereits René Marić, Aaron Danks, Floribert Ngalula sowie Torwarttrainer Michael Rechner in seinem Team. Michael Henke, langjähriger Assistent von Ottmar Hitzfeld, zeigt sich nicht überrascht, dass der FC Bayern personell nachgelegt hat.
"Das entspricht dem heutigen Zeitgeist", kommentierte Henke den Deal gegenüber "ran.de". "Ich warne allerdings ein wenig davor, Trainerstäbe zu sehr aufzublasen. Natürlich brauchst du Manpower, ein Cheftrainer kann das alles nicht mehr allein leisten. Gleichzeitig habe ich in der Vergangenheit auch gesehen, dass es problematisch werden kann, wenn ein Trainerstab zu groß wird und nicht zu hundert Prozent harmoniert. Dann kann selbst hohe Kompetenz kontraproduktiv werden", führte der 68-Jährige aus.
Henke: FC Bayern ruht sich nicht aus
Henke sieht eine solche Gefahr beim FC Bayern allerdings nicht. "Ich habe den Eindruck, dass Kompany sehr genau weiß, was er tut, und sich über seine Entscheidungen viele Gedanken macht. Außerdem kennt er große Vereine und weiß, wie es ist, wenn viele Trainer um eine Mannschaft herum arbeiten", analysierte er.
Dass der FC Bayern Fradley von Manchester City loseisen konnte, könne "durchaus als Statement" verstanden werden, führte Henke aus. "Und ich finde das sehr positiv. Es zeigt, dass sich der FC Bayern nicht ausruht, sondern permanent versucht, sich weiterzuentwickeln und zu perfektionieren. Offenbar hat man intern erkannt, wo man noch besser werden kann, und dann ist es absolut legitim, genau dort anzusetzen", so der langjährige Trainer.
Henke arbeitete zwischen 1998 und 2004 sowie 2007 und 2009 selbst an der Säbener Straße.




























