In der bisherigen Hinrunde gab es bei Borussia Dortmund durchaus gleich mehrere Aufreger, nicht immer lief im Kader von Cheftrainer Niko Kovac alles reibungslos ab. Nationalspieler Waldemar Anton zufolge ist der Ärger beim BVB aber inzwischen verflogen.
Die Streitigkeiten zwischen einigen BVB-Profis in der laufenden Saison sind nach Angaben von Waldemar Anton ausgeräumt worden. "Natürlich sprechen wir intern darüber. Und das wird dann auch relativ schnell innerhalb der Mannschaft geklärt", stellte er im Interview mit dem "kicker" klar.
Anton war etwa auf den Elfmeter-Zoff zwischen Serhou Guirassy und Ramy Bensebaini im Champions-League-Auswärtsspiel bei Juventus Turin, den verweigerten Handschlag von Guirassy mit Trainer Niko Kovac in Leverkusen und dem wütenden Abgang von Karim Adeyemi nach seiner Auswechslung gegen Gladbach angesprochen worden.
"Am Ende zählt der Teamerfolg, auch wenn es mal vorkommen kann, dass man unterschiedlicher Meinung ist. Dann spricht man sich aus, sucht den gemeinsamen Nenner und dann war es das auch", führte Anton aus.
Der BVB-Verteidiger verwies zudem auf die unterschiedlichen Charaktere in der Mannschaft. "Jeder Typ ist anders. Der eine hat mehr Emotionen, der andere weniger. Wir sind doch alle erwachsen. Und ich habe lieber eine Kabine, die lebt und diskutiert, auch wenn es vielleicht mal nicht so rund läuft, als eine, in der alles totgeschwiegen wird", so der Abwehrspieler.
"Unruhe" beim BVB? Anton spricht lieber von "Druck"
Dass es beim aktuellen Tabellenzweiten trotz klarer Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr auch immer wieder kritische Töne gibt, weiß Waldemar Anton zudem einzuordnen. "Wichtig ist, dass wir intern total klar sind. Wir sprechen die Dinge, die wir falsch machen, deutlich an. Und wir wissen, was wir besser machen müssen."
Statt von "Unruhe" würde er lieber von "Druck" sprechen: "Der ist in Dortmund immer da. Und ich finde das sogar positiv. Und zur Wahrheit gehört auch: Immer, wenn wir ein Spiel mal nicht so gut bestritten haben oder noch zwei Punkte in der Nachspielzeit abgeben mussten, haben wir danach immer direkt eine Top-Reaktion gezeigt. Das zeichnet uns inzwischen aus, finde ich."
Nach der Winterpause steigt Borussia Dortmund am Freitag (20:30 Uhr) im Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt ins neue Fußball-Jahr ein.


































