Am 06. Februar 2026 werden die Olympischen Spiele im Mailänder San-Siro-Stadion offiziell eröffnet. Frankreichs Biathlon-Stars werden dabei nicht als Fahnenträger für ihr Land in Erscheinung treten können. Und das aus gutem Grund.
Frankreichs Biathlon-Stars werden bei den Olympischen Spielen im Kampf um Gold, Silber und Bronze ziemlich sicher eine tragende Rolle einnehmen. Ganz sicher nicht tun werden sie das bei der Eröffnungsfeier am 06. Februar in Mailand. Die Rolle als Fahnenträger kommt für die Skijägerinnen und Skijäger nämlich nicht infrage.
Warum das so ist, erklärte Sportchef Stéphane Bouthiaux dem "Nordic Magazine". Der Verantwortliche sagte, dass ausgerechnet die Kandidaten, die als Fahnenträger zumindest theoretisch infrage kommen, etwa Quentin Fillon Maillet und Justine Braisaz-Bouchet, deswegen nicht in Mailand einlaufen können, weil für sie schon am Sonntag drauf das erste Rennen auf dem Programm steht.
"Business as usual" für Frankreichs Biathlon-Stars
"Die Eröffnungsfeier am Freitag ist an einem Ort, der nicht wirklich direkt neben der Biathlon-Strecke liegt. Die Rennen beginnen schon am Sonntag, also ist es schlicht nicht vorstellbar für die, die eine Rolle als Fahnenträger angestrebt haben", so Bouthiaux.
Der Sportchef ergänzte: "Es ist nicht so, dass sie es nicht wollen, aber aus sportlicher Sicht macht es keinen Sinn. Für uns ist es mehr business as usual und der Wettkampfplan passt einfach nicht zu dieser Rolle."
Theoretisch liegen zwischen der Eröffnungsfeier am Freitagabend und der Single-Mixed-Staffel am Sonntag (Start um 14:05 Uhr) zwar rund 36 Stunden, allerdings haben die Franzosen am Samstag ein Training auf der Strecke in Antholz angesetzt. Inklusive Reisestress und wenig Schlaf wäre das Risiko zu groß, für das erste Rennen nicht topfit zu sein.
Wer die französische Flagge bei der Eröffnungsfeier letztlich tragen wird, steht noch nicht fest. Als Kandidaten sind aktuell Julia Nirani Pereira (Snowboard), Chloé Trespeuch (Snowboard), Kevin Aymoz (Eiskunstlauf), Guillaume Cizeron (Eiskunstlauf), Victor Muffat-Jeandet (Ski Alpin), Clément Noël (Ski Alpin) und Adam Siao Him Fa (Eiskunstlauf) nominiert.





