Die beiden deutschen Skispringer Felix Hoffmann und Philipp Raimund reisen äußerst angeschlagen von der 74. Vierschanzentournee ab. Bis zum nächsten Weltcup in Zakopane soll das Duo aber wieder fit werden, so die Hoffnung beim DSV.
Felix Hoffmann hat das letzte Springen der Vierschanzentournee nur unter Schmerzen beendet. Für den besten Deutschen, Hoffmann belegte den sechsten Gesamtrang, steht nach anhaltenden Knieschmerzen nun zunächst eine MRT-Untersuchung an.
Betroffen ist das linke Knie, in welchem der beste Deutsche immer wieder "stechenden Schmerz" spürt, wie Bundestrainer Stefan Horngacher im Anschluss an den Wettkampf in Bischofshofen sagte. Bereits vor dem letzten Springen plagten den 28-Jährigen Kniebeschwerden, den ersten Trainingssprung am vergangenen Montag ließ er sogar aus.
"Mein Knie zwickt ein bisschen. Wir wollten so wenig Reiz wie möglich draufgeben, damit wir die Tournee noch ordentlich zu Ende bringen", hatte Hoffmann bei "Eurosport" gesagt. Die Schmerzen begleiten den Thüringer schon seit den vergangenen Springen, teilte er mit und stellte dabei auch eine Wettkampfpause in den Raum.
Raimund "war fast am Kollabieren"
Wie Horngacher nun aber erläuterte, soll Hoffmann auch beim Weltcup-Springen in Zakopane (10. und 11. Januar) an den Start gehen. Gleiches gelte für den zweiten deutschen Hoffnungsträger Philipp Raimund, der auf dem achten Gesamtrang landete.
Raimund hatte sich in Bischofshofen angeschlagen durch den Wettkampf geschleppt. "Ich habe mich einfach scheiße gefühlt. Ich bin voll krank geworden. Ich habe trotzdem auf einem hohen Level performen können", sagte er nach dem Springen.
"In der Halle lag er noch auf dem Mattenwagen, war fast am Kollabieren", berichtete Horngacher: "Er wollte unbedingt springen und hat es ganz gut gemacht."
Nach dem Weltcup in Zakopane steht für die Skispringer ein Abstecher nach Japan (17 und 18. Januar) an, ehe in Deutschland die Skiflug-WM (23. bis 30. Januar) auf dem Programm steht. In Sapporo werden Pius Paschke und Andreas Wellinger wohl nicht an den Start gehen, sie sollen stattdessen in der Heimat trainieren.
Der weiter formschwache Karl Geiger nimmt den Wettkampf in Japan jedoch mit, so der Bundestrainer: "Karl will da hinfahren, er muss ja irgendwann mal seine Olympia-Quali schaffen." Geiger muss dafür entweder einen Platz unter den besten Acht oder zwei Top-15-Ränge einfahren.

