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Vierschanzentournee
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Skispringen
(M)

Spekulationen bei der Tournee

Penis-Betrug? Skisprung-Kontrolleur wird deutlich

Spekulationen um Penis-Manipulation im Skispringen
Spekulationen um Penis-Manipulation im Skispringen
Foto: © IMAGO/Fotostand / Hettich
06. Januar 2026, 19:44
sport.de
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Rund um die 74. Vierschanzentournee schwelte die Betrugs-Debatte im Skispringen weiter. Schummeln die Athleten sogar, indem sie die Größe ihrer Genitalien manipulieren? FIS-Materialchef Matthias Hafele äußert sich zu entsprechenden Spekulationen.

Hintergrund: Sollte es einzelnen Skispringern gelingen, mit mechanischen Hilfsmitteln, beispielsweise Schaumstoff, oder sogar durch Injektion von Hyaluronsäure ihren Penis vorübergehend zu vergrößern, würde ihnen das in der Theorie einen Vorteil bei der Messung des Schrittmaßes und damit der Anzugfläche verschaffen.

Die Folge wären mehr Auftrieb und damit weitere Sprünge.

"Bild" berichtet, dass am Rande der Vierschanzentournee hinter den Kulissen über entsprechende Praktiken getuschelt worden sei. Einzelne Nationen würden daher dafür plädieren, vor den Olympischen Spielen seitens der FIS weitere Body-Scans durchzuführen, um mögliche Fehler bei den Messungen am Saisonbeginn zu korrigieren.

Dem stattgeben will der Ski-Weltverband wohl nicht. "Aktuell ist eine weitere Vermessung nicht geplant. Wir arbeiten aber im Hintergrund bereits an Methoden, dass das schwierige Thema verbessert wird", sagte Hafele dem Boulevard-Blatt.

Skispringen: Schummel-Debatte bleibt allgegenwärtig - auch bei der Vierschanzentournee

Der österreichische Ex-Skispringer betonte: "Ich kann ausschließen, dass versucht wird, mit sichtbaren Hilfsmitteln Vergrößerungen an den Geschlechtsteilen zu erwirken. Bei der Vermessung ist medizinisches Personal anwesend, das ganz genau kontrolliert."

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Klar ist: Auch nach dem großen Knall rund um die manipulierten Sprunganzüge der Norweger bei der vergangenen WM ist die Tendenz dazu, die Regeln auszureizen und womöglich auch zu brechen, im Skispringen noch längst nicht passé.

Prominentester Übeltäter war zuletzt der Slowene Timi Zajc, der bei der Vierschanzentournee gleich zweimal mit einem irregulären Anzug sprang, jeweils disqualifiziert und anschließend mit der neu eingeführten Roten Karte vom weiteren Wettbewerb ausgeschlossen wurde.

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