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Besondere Ehre nach Tragödie

Verstorbener Bakken erhält Startnummer 1 in Oberhof

Der verstorbene Biathlet Sivert Bakken wird in Oberhof geehrt
Der verstorbene Biathlet Sivert Bakken wird in Oberhof geehrt
Foto: © IMAGO/Geir Olsen
06. Januar 2026, 13:58
sport.de
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Beim anstehenden Biathlon-Weltcup in Oberhof wird es gleich mehrere Aktionen zu Ehren des verstorbenen Sivert Bakken geben. 

Wie die Internationale Biathlon-Union (IBU) am Dienstag mitteilte, wird im Sprint am Donnerstag unter anderem die Startnummer 1 nicht vergeben. Diese wird ganz offiziell Bakken zugeschrieben, der kurz vor Weihnachten auf tragische Art und Weise sein Leben verlor. 

Zudem kündigte die IBU einen einminütigen Applaus vor dem Start für den verstorbenen Norweger an, "um Siverts Leistungen und seinen Beitrag zum Biathlon zu würdigen und einem Athleten und Menschen Tribut zu zollen, der für seine positive Art sehr geschätzt wurde", wie der Weltverband erklärte. 

IBU-Pressechef Christian Winkler kündigte zudem eine besondere Einblendung während der TV-Übertragung kurz vor dem Rennstart an. 

Norwegens Biathlon-Stars laufen mit schwarzen Armbinden

Norwegens Biathlon-Generalsekretärin Emilie Nordskar erklärte darüber hinaus, dass alle Athletinnen und Athleten des norwegischen Verbandes mit schwarzen Trauer-Armbinden laufen werden. 

Die Rennen in Oberhof sind die ersten seit Bakkens Tod. "Dieses Wochenende wird für uns alle anders sein", sagte Norwegens Teammanager Per Arne Botnan: "Am wichtigsten ist es jetzt, aufeinander zu achten und sicherzustellen, dass die Athleten nach einem anstrengenden Weihnachtsfest ein sicheres und schönes Erlebnis haben."

Bakken, der nur 27 Jahre alt wurde, war am 23. Dezember tot in seinem Hotelzimmer während eines Trainingslagers in Lavazè in Südtirol aufgefunden worden und hatte eine Höhentrainingsmaske getragen. Laut der Anwaltskanzlei der Familie werden Ergebnisse zur Todesursache spätestens im März erwartet.

Der norwegische Verband hatte ursprünglich geplant, auch seine direkte Olympia-Vorbereitung in Lavazè zu absolvieren. Ob an diesem Plan festgehalten wird, steht nach Bakkens Tod jedoch noch nicht fest. Gemeinsam mit den Aktiven soll dies noch intensiv besprochen werden. 

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