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Heimspiel gegen polnischen Riesen

Manager-Legende prophezeit Kabayel-Knockout

Agit Kabayel hat im Schwergewicht eine beeindruckende Siegesserie hingelegt, schlug zuletzt China-Riese Zhang k.o.
Agit Kabayel hat im Schwergewicht eine beeindruckende Siegesserie hingelegt, schlug zuletzt China-Riese Zhang k.o.
Foto: © IMAGO/Wang Haizhou
05. Januar 2026, 10:45
sport.de
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Dreimal kletterte Deutschlands Box-Ass Agit Kabayel zuletzt als Außenseiter in Riad in den Ring, dreimal gewann der "Leberking" des Schwergewichts durch K.o. Gegen den weithin unbekannten Polen Damian Knyba will Kabayel bei seinem "Homecoming" in Oberhausen am 10. Januar nun auch in der Rolle des Favoriten glänzen. Ein Box-Experte ist sicher, dass ihm das gelingt.

Agit Kabayel mag mehr als zehn Zentimeter kleiner sein als sein 2,01 Meter großer Gegner Damina Knyba aus Polen und deutlich kürzere Arme haben. Auf dem Papier ist der 33-Jährige aus Bochum aber der klare Favorit, wenn es am Wochenende in der Rudolf-Weber-Arena in Oberhausen zur Sache geht (LIVE im Pay-per-View auf DAZN). Kabayel ist beim Verband WBC Interims-Champion, Knyba die Nummer 38, die bis dato noch keinen Top-Gegner geschlagen hat.

"Agit geht das erste Mal in einem großen Fight als Favorit in den Ring. Es wird spannend, zu sehen sein, was das mit ihm macht. Ich glaube aber an einen Sieg via Knockout", sagt "DAZN"-Kommentator Uli Hebel im "kicker".

Der langjährige Klitschko-Manager Bernd Bönte, der Hebel als Experte zur Seite steht, pflichtet bei und wird konkreter: "Ich glaube, dass Kabayel den Kampf vorzeitig entscheiden wird, in Runde 6 oder 7."

Video: Kabayel-Ansage: "Mit den Besten der Welt messen!"

Bei Kabayels letzten Auftritten war die Ausgangslage noch ganz anders gewesen. Gegen den russischen "Löwen" Arslanbek Makhmudov (2 Meter), Kuba-Techniker Frank Sanchez (1,94 Meter) und China-Koloss Zhang Zhilei (1,98 Meter) war der Revierkämpfer (1,90 Meter) im Vorfeld der Underdog.

Zwischen den Seilen trumpfte der Deutsche dann aber auf, schlug die hocheingeschätzte Schwergewichts-Kundschaft mit seinen gnadenlosen Leberhaken vorzeitig.

"Wäre Skandal" - bringt der WBC Kabayel um seinen Kampf gegen Usyk?

Gegen Knyba geht es für Kabayel nun darum, den gegen Zhang errungenen Titel als WBC-Interims-Weltmeister zu verteidigen - und damit auch den Status als Pflichtherausforderer von Schwergewichts-König Oleksandr Usyk. 

Den in 17 Kämpfen unbesiegten Knyba (11 K.o.) sollte Kabayel nicht auf die leichte Schulter nehmen, warnt Hebel und spielt vor allem auf die Physis des "Polnischen Husaren" an. "Knyba hat die längsten Arme der Königsklasse und ist für seine Größe sehr agil."

Ob Kabayel (26 Siege, keine Niederlage, 18 K.o.) in Bälde WBC/WBA/IBF-Champion Usyk vor die Fäuste bekommt, steht auch bei einem Sieg über Knyba weiter in den Sternen. Usyk plant zunächst eine freiwillige Titelverteidigung gegen Ex-Weltmeister Deontay Wilder in den USA. Kabayel könnte frühestens im Herbst oder Winter zum Zug kommen.

Der WBC hat bisher allerdings keinerlei Druck auf Usyk ausgeübt, den Titel gegen Interims-Champion Kabayel zu verteidigen. Geht es nach dem Rotationssystem der großen Verbände, wäre Kabayel als WBC-Pflichtherausforderer an der Reihe.

"Sollte Agit siegen, hat kein Boxer auf der Welt das Duell mit Usyk mehr verdient als er. Eine andere Pflichtverteidigung beim Verband WBC als Champion Usyk gegen Interims-Champion Kabayel wäre ein Skandal", stellt der erfahrene Box-Manager Bönte klar.

Hintergrund: Der WBC hatte zuletzt einen "Final Eliminator" zwischen den Engländern Lawrence Okolie und Moses Itauma angesetzt, um einen Usyk-Herausforderer zu bestimmen. Es wäre nicht das erste Mal, dass die dubiose Politik des mexikanischen Verbandes einen deutschen Boxer aufs Kreuz legt

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