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(M)

"Das ist absolut eine Manipulation"

Schwere Vorwürfe gegen Tournee-Betrüger Zajc

Für Timi Zajc ist die 74. Vierschanzentournee zu Ende
Für Timi Zajc ist die 74. Vierschanzentournee zu Ende
Foto: © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Memmler
03. Januar 2026, 13:58
sport.de
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Die Kritik im Rahmen der 74. Vierschanzentournee am slowenischen Skispringer Timi Zajc wird lauter, Östereichs Sportdirektor Mario Stecher erhebt nach seinen beiden Disqualifikationen schwere Vorwürfe gegen den 25-Jährigen.

"Es ärgert mich wirklich maßlos. Wenn die Schrittlänge nicht passt, dann hat sie vorher auch nicht gepasst, weil der Anzug weiter und länger wird. Das ist für mich absolut eine Manipulation. Das geht nicht", sagte Stecher österreichischen Medien in Innsbruck.

Zajc wurde beim Neujahrsspringen zum zweiten Mal nacheinander wegen eines nicht nicht-regelkonformen Sprunganzugs aus dem Wettbewerb genommen. Diesmal wich das Kleidungsstück um vier Millimeter von der Norm ab. In Oberstdorf waren es drei.

Zajc wurde in Garmisch-Partenkirchen schon vor dem ersten Sprung disqualifiziert und darf nun bei dieser Vierschanzentournee gar nicht mehr springen, weil er die vor der Saison für die Skispringer bei wiederholten Verstößen neu eingeführte Rote Karte erhielt.

"Da geht es nicht mehr um einen Millimeter, sondern da geht es einfach um eine Grundsatzdiskussion", polterte Stecher.

Video:

"Eurosport"-Experte Martin Schmitt hatte die Rote Karte für Zajc als "Denkzettel" bezeichnet. "Ich finde es frech - und das nicht im positiven Sinne. In Oberstdorf hatte ich ein bisschen Mitleid mit ihm. Aber ich habe absolut überhaupt kein Verständnis für das, was hier passiert ist", sagte der Ex-Skispringer.

Skispringen: Klare Forderung von Sven Hannawald

Auch der ehemalige Tournee-Sieger Sven Hannawald fand deutliche Worte. "Es liegt jetzt bei der FIS, sie müssen strikt bleiben, sie müssen weiter alle rausschmeißen, bis der letzte Kopf merkt, dass das Bescheißen jetzt vorbei ist", sagte er gegenüber der "Sportschau".

Hannawald hofft, dass irgendwann auch die letzten Skispringer erkennen, "dass sie in der Saison nur bei wenigen Weltcups dabei waren, da sie bei den restlichen durch Gelbe oder Rote Karten gesperrt waren".

Dass Zajc sich nach seiner Disqualifikation bei Instagram sogar noch scherzhaft zu den Vorwürfen äußerte, ist für Hannawald ein Unding.

"Dieses Arrogante, dieses Respektlose, dieses Ignorante, von Timi Zajc zum Beispiel, da einfach den gleichen Anzug zu nehmen und sich via Instagram auch noch lustig zu machen, das muss jetzt vorbei sein", forderte der 51-Jährige.

Die Slowenen hatten sich darüber beschwert, dass Chefkontrolleur Mathias Hafele seinen Kontrollort plötzlich vom Auslauf nach oben verlegt hat.

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