Giannis Antetokounmpo ist und bleibt die Lebensversicherung der Milwaukee Bucks. Neu ist dabei allenfalls, dass der Superstar gegen die Charlotte Hornets nicht nur die Punkte zum Sieg erzielte, sondern diese auch vorab auf dem Taktik-Board vorbereitete. Währenddessen brachte Mata Buzelis das United Center zum Beben.
| Heim | Auswärts | Ergebnis |
| New York Knicks | Atlanta Hawks | 99:111 |
| Indiana Pacers | San Antonio Spurs | 113:123 |
| Washington Wizards | Brooklyn Nets | 119:99 |
| Cleveland Cavaliers | Denver Nuggets | 108:113 |
| Chicago Bulls | Orlando Magic | 121:114 |
| Milwaukee Bucks | Charlotte Hornets | 122:121 |
| New Orleans Pelicans | Portland Trail Blazers | 109:122 |
| Golden State Warriors | Oklahoma City Thunder | 94:131 |
| Los Angeles Lakers | Memphis Grizzlies | 128:121 |
Szene der Nacht: Giannis mit Alley-Oop zum Sieg
Die Milwaukee Bucks (15-20) durften dank einer Co-Produktion von Kevin Porter Jr. (10 Punkte, 10 Assists) und Giannis Antetokounmpo (30, 10 Rebounds, 5 Assists) einen späten 122:121-Heimsieg über die Charlotte Hornets (11-23) bejubeln. Aus einer Einwurf-Situation und einem 120:121-Rückstand auf dem Jumbotron spielten Antetokounmpo und Porter einen perfekten Spielzug, den der Superstar zuvor selbst auf dem Coaching-Board gezeigt hatte.
Point-Guard Porter spielte ein perfekte Vorarbeit, sodass die Bucks ihren dritten Sieg im vierten Spiel seit der Rückkehr von Antetokounmpo von einer Wadenverletzung feiern durften. Brandon Millers letzter Versuch auf den erneuten Turnaround, es wäre der vierte in den letzten 10,5 Sekunden gewesen, verpasste sein Ziel.
Rekord der Nacht: Antetokounmpo zieht an Legenden vorbei
Mit der nächsten Galavorstellung hat Giannis sich an prominenten Wegbereitern vorbeigeschlängelt und steht nun auf Platz eins, was die meisten Spiele mit mindestens 30 Punkten, 10 Rebounds und 5 Assists in der Ligageschichte angeht. Oscar Robertson und Kareem Abdul-Jabbar hatten hier bislang mit jeweils 157 den Platz an der Sonne innegehabt. Seit Freitag steht Antetokounmpo mit 158 Spielen in dieser Hinsicht auf dem ersten Platz.
| Spieler | Anzahl |
| 1. Giannis Antetokounmpo | 158 |
| 2. Kareem Abdul-Jabbar | 157 |
| T-2 Oscar Robertson | 157 |
| 3. Wilt Chamberlain | 149 |
| 4. LeBron James | 135 |
| 5. Nikola Jokic | 124 |
Rookie der Nacht: Kon Knueppel
Noch ganz am Anfang in dieser Hinsicht steht Kon Knueppel bei den Charlotte Hornets. Jedoch arbeitet der Nummer-4-Pick weiter an einem Fundament, um sich selbst in Zukunkt in solchen Gefilden wiederzufinden. Knueppel war mit 26 Punkten bester Werfer der Gäste, traf 9/16 aus dem Feld und 3/8 von der Dreierlinie, sammelte 4 Rebounds und verteilte 3 Assists bei 3 Turnover.
Es war sein neuntes Spiel in Folge, in dem er die 15-Punkte-Marke knackte, womit er in dieser Hinsicht die längste Serie eines Hornets-Rookies seit 16 Spielen von Alonzo Mourning (1993) sein Eigen nennen kann. Für seine Leistungen im Dezember wurde er jüngst zum Rookie of the Month von der NBA ausgezeichnet.
Poster der Nacht: Buzelis schlägt über Suggs ein
Die Chicago Bulls (17-17) durften nicht zuletzt durch 17 Zähler von Matas Buzelis (insgesamt 21) in der zweiten Halbzeit mit 121:114 als Sieger den Platz gegen die Orlando Magic (19-16) verlassen. Die zwei spektakulärsten Punkte brachte der Youngster der Bulls jedoch noch in der ersten Halbzeit auf das Scoreboard.
Im Fastbreak ging er mit einem gehörigen Anlauf in Richtung des Korbs zu, mit Jalen Suggs auf Seiten der Magic, der die Zähler zu verhindern versuchte. Der Magic-Guard hatte jedoch nicht den Hauch einer Chance und fand sich am bitteren Ende eines One-Handed-Slam des Litauers wieder.
Pechvogel der Nacht: Suggs erneut verletzt
Die Schockmomente nehmen für die Magic auch in dieser Saison kein Ende. Nach dem zwischenzeitlichen Ausfall von Paolo Banchero und der derzeitigen Knöchelverletzung von Franz Wagner muss man sich in Florida erneut Sorgen um Suggs machen. Als wäre der Poster-Dunk nicht schon schlimm genug gewesen, verletzte sich der Point Guard im dritten Viertel bei einem Drive zum Korb am rechten Knie.
Es war gerade einmal sein zweites Spiel zurück, nachdem er sich im NBA Cup eine Verletzung an der Hüfte zugezogen hatte. Die Magic sprachen von einer Überdehnung des Knies. Weitere Angaben machte die Franchise bisher nicht.
German Ballin': Hukporti überzeugt bei Knicks-Pleite
Obwohl seine New York Knicks (23-11) von den Atlanta Hawks (17-19) zum ersten Mal in dieser Saison unter 100 Punkten bei der 99:111-Niederlage gehalten wurde, erlebte Ariel Hukporti einen starken Arbeitstag. Ohne den kranken Karl-Anthony Towns und den geschonten Mitchell Robinson stand der deutsche Center in der Starting Five.
In 28 Minuten auf dem Feld konnte er ein Career-High von 17 Boards verzeichnen und steuerte zudem 8 Zähler, 4 Assists, 1 Steal und 4 Blocks zum Spiel der Gastgeber hinzu. Das änderte jedoch nichts an der dritten Heimpleite der laufenden Spielzeit für New York. Einen großen Anteil daran hatte Jalen Johnson, der mit 18 Punkten, 11 Assists und 10 Rebounds sein siebtes Triple-Double für die Hawks in dieser Spielzeit auflegte.
An der Westküste musste Dennis Schröder mit den Sacramento Kings (8-27) gegen den Divisionsrivalen in Person der Phoenix Suns (20-14) eine 102:129-Klatsche schlucken. Schröder stand 24 Minuten auf dem Parkett. 12 Punkte, 2 Rebounds und 2 Assists stehen für ihn im Boxscore. Devin Booker war mit 33 Punkten für die Suns nicht von den Kings aufzuhalten.
Im letzten Spiel der Nacht musste sich Maxi Kleber mit einer Zuschauerrolle beim 128:121-Sieg seiner Los Angeles Lakers (21-11) über die Memphis Grizzlies (15-19) begnügen. Der deutsche Big wurde nicht eingesetzt.
Stimmen der Nacht:
Mike Brown (Head Coach, New York Knicks) kommentiert die Buhrufe in New York: "Ich habe mich innerlich selbst ausgebuht – innerlich war ich so: 'Buh, Mike, du stinkst.' Also haben sie das Recht, mich auszubuhen."
Kevin Porter Jr. (Milwaukee Bucks): "Ich war schon einmal in so einer Situation – ich glaube, vor etwa anderthalb Monaten. Ich war am Elbow, habe im Eins-gegen-Eins gegen Miles Bridges gespielt und einen Wurf genommen. Und als ich geworfen habe, schaute ich nach links; da stand ein Mitspieler frei in der Ecke, und ich dachte mir: 'Warum bin ich nicht ins Dribble-Handoff gegangen und habe den Spielzug einfach weiterlaufen lassen?' Lange Rede, kurzer Sinn: Dieses Spiel haben wir in der Verlängerung gewonnen."



































