Premiere im Ally Pally: Der 23-jährige Niederländer Gian van Veen hat zum ersten Mal in seiner Karriere das Finale der Darts-WM erreicht.
Im zweiten Halbfinale am Freitagabend setzte sich die Nummer zehn der Weltrangliste mit 6:3 gegen die schottische Legende Gary Anderson durch.
Gian van Veen hat seinen phänomenalen Lauf bei der Darts-WM 2026 mit dem Einzug ins Finale gekrönt. Dort tritt er am Samstag auf den Titelverteidiger und Weltranglistenersten Luke Littler, der sich im ersten Match des Abends mit 6:1 gegen Ryan Searle durchsetzte.
Van Veen entschied eine enge und hart umkämpfte Partie gegen den zweimaligen schottischen Weltmeister Gary Anderson mit 6:3 für sich.
Darts-WM 2026: Halbfinal-Duell auf Augenhöhe
Obwohl das Resultat einen einseitigen Spielverlauf vermuten lässt, war die Partie stets eng. Anderson entschied den ersten Satz mit 3:1 für sich, van Veen gewann den zweiten Durchgang mit 3:1. Die Sätze drei, vier und fünf gingen jeweils alle über die volle Distanz. Jedes Mal hatte dabei der 32 Jahre jüngere Niederländer das bessere Ende für sich, weil er in den entscheidenden Momenten besser punktete und/oder finishte.
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Als die Partie beim Stand vom 4:1 in den Sätzen schon fast entschieden schien, drehte Anderson auf. Im sechsten Satz spielte der Altmeister einen 110er-Average und traf jeden seiner drei Doppelversuche. Im siebten Satz trumpfte er ähnlich stark auf und verkürzte so auf 3:4.
Der achte Durchgang brachte dann die Vorentscheidung: Van Veen schnappte sich den Satz mit 3:2, weil Anderson das Scoring im fünften Leg im Stich ließ. Im neunten Satz waren es die Doppel, an denen der "Flying Scotsman" (2 von 9 Treffer) verzweifelte und die van Veen jubeln ließen.
"The Giant" will den zweiten Major-Titel
Im Ally Pally greift "The Giant" nun nach dem zweiten Major-Titel seiner Karriere. Den ersten hatte er in diesem Jahr bei der European Championship in Dortmund gewonnen. Freuen konnte er sich damals auch über ein Preisgeld in Höhe von 120.000 Pfund. Als Finalteilnehmer der Weltmeisterschaft hat er nun schon weitere 400.000 Pfund sicher. Der Gewinner am Samstag kassiert sogar 1.000.000 Pfund.
Auch Anderson fällt nach seiner Halbfinalteilnahme finanziell weich. Er kassiert ein Preisgeld in Höhe von 200.000 Pfund. Dazu bewies der 55-jährige "Flying Scotsman", dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Nach einer enttäuschenden Saison 2025, in der er bei keinem einzigen Major-Turnier über das Viertelfinale hinauskam, deutete er an, dass mit ihm auch im fortgeschrittenen Alter weiter zu rechnen ist.




