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DSV-Ikone findet klare Worte

Ärger um erneute Zajc-Disqualifikation: "Finde ich frech"

Skispringer Timi Zajc wurde zum zweiten Mal binnen weniger Tage disqualifiziert
Skispringer Timi Zajc wurde zum zweiten Mal binnen weniger Tage disqualifiziert
Foto: © IMAGO/Steffie Wunderl
01. Januar 2026, 17:54
sport.de
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Schon beim Auftakt der Vierschanzentournee in Oberstdorf war Skispringer Tim Zajc auf Grund von Unregelmäßigkeiten an seinem Anzug disqualifiziert worden. Auch beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen fiel der Slowene bei der obligatorischen Materialkontrolle durch. TV-Experte Martin Schmitt hat dafür kein Verständnis.

"Das ist ein Denkzettel für ihn", kommentierte der langjährige Weltklasse-Springer bei "Eurosport" den Ausschluss des 25-Jährigen, dessen Anzug am Bein vier Millimeter zu weiter war: "Ich finde es frech - und das nicht im positiven Sinne. In Oberstdorf hatte ich ein bisschen Mitleid mit ihm. Aber ich habe absolut überhaupt kein Verständnis für das, was hier passiert ist."

Dass Zajc, der zum Auftakt der Tournee in Oberstdorf eigentlich auf dem Podest gestanden hatte, nachträglich aber disqualifiziert wurde, weil sein Material  im Schritt drei Millimeter zu groß war, über den Fauxpas zuletzt noch gewitzelt hatte und nun erneut bei der Kontrolle negativ auffiel, das brachte Schmitt gehörig auf die Palme.

"Durch sein Lach-Lach hat sich der Kontrolleur heute wahrscheinlich gedacht: Na gut, dann kontrollieren wir mal vor dem Sprung und nicht erst danach, wenn du ihn gedehnt hast. Und da hat es wieder nicht gepasst", ärgerte er sich über das Verhalten des Teamkollegen von Dominator Domen Prevc, der auch in Garmisch der Konkurrenz davonflog.

Skispringen: Timi Zajc bekommt "eine kleine Denkpause"

"Lasst uns den Anzug ein bisschen stretchen, vielleicht ist dann in Ga-Pa alles okay", hatte Zajc bei Instagram mit Blick auf das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen und einer Menge Galgenhumor geschrieben. Es sei einfach "nicht okay", dass der Superstar nach solchen Äußerungen wieder von der FIS beim Schummeln erwischt wurde, erklärte Schmitt.

Zu der erneuten Disqualifikation sagte die DSV-Ikone: "Das ist konsequent und gibt Timi Zajc eine kleine Denkpause." Für den Mann aus Ljubljana ist die Vierschanzentournee nach dem zweiten Regelverstoß bereits beendet. Denn die zur laufenden Saison eingeführte Karten-Regelung hat nun zur Folge, dass Zajc bei den verbleibenden Tournee-Stops in Innsbruck (4. Januar)  und Bischofshofen zuschauen muss.

Die Verfehlungen an seinen Anzügen in Oberstdorf und Garmisch wurden jeweils mit einer Gelben Karte geahndet. Nach zwei gesammelten Verwarnungen folgt nun die Rote Karte und die Sperre für die zwei folgenden Wettkämpfe.

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