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"Habe lange überlegt, ob ich es machen soll"

Norwegen besetzt Startplatz von Sivert Bakken nach

Isak Frey übernimmt den Startplatz seines verstorbenen Teamkollegen
Isak Frey übernimmt den Startplatz seines verstorbenen Teamkollegen
Foto: © IMAGO/MATHIAS BERGELD
31. Dezember 2025, 13:24
sport.de
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Der norwegische Biathlonverband wird den Startplatz des verstorbenen Sivert Bakken beim Weltcup in Oberhof nun doch nachbesetzen. Das bestätigte Team-Manager Per Arne Botnan am Mittwoch. Statt Bakken wird der ursprünglich in den IBU-Cup versetzte Isak Frey laufen. 

"Er wird den Platz bekommen, der eigentlich Siverts war, aber ich hoffe, es kann eine Ehre sein, Siverts Startnummer zu tragen", erklärte Botnan gegenüber "NRK". Bakken, so der Offizielle weiter, "hätte wahrscheinlich am wenigsten gewollt, dass der Platz frei bleibt". 

Für Frey war die Entscheidung, den Startplatz seines verstorbenen Teamkollegen zu übernehmen, keine einfache. "Die ganze Situation ist absolut grausam. Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich Siverts Platz einnehmen soll, oder nicht", sagte der 22-Jährige. 

Letztlich sei er aber zu der Erkenntnis gekommen, dass ein Start in Oberhof "der beste Weg ist, ihn zu ehren", so Frey: "Wenn es einen Mann gibt, der gewollt hätte, dass man diesen Platz nutzt, dann Sivert. Er hat Biathlon geliebt, Sport auf höchstem Niveau und Professionalität. Das Beste ist es, diese Gedanken in die Zukunft zu tragen und ihm gleichzeitig eine Ehre zu erweisen."

Todesursache von Bakken weiter unklar

Bakken war am Tag vor Weihnachten tot in seinem Hotelzimmer in Lavazè aufgefunden worden. Eine Autopsie wurde bereits durchgeführt, einen abschließenden Bericht zur Todesursache könnte es aber erst Anfang März geben. 

Spekuliert wird derzeit, ob die Nutzung einer so genannten Höhenmaske für den Tod des Biathleten verantwortlich war. Die Ermittler konnten und wollten dies bislang weder bestätigen noch dementieren. Der norwegische Verband verbot seinen Athletinnen und Athleten aus Sicherheitsgründen aber zunächst den Gebrauch einer solchen Maske, die nicht Teil des eigenen Trainingsprogramms ist. 

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