Beendet Bayern-Leihspieler Armindo Sieb die Saison im Trikot des FSV Mainz? Das ist derzeit nicht sicher, denn wie RTL/ntv und sport.de erfahren haben, könnten sich dem 22-Jährigen schon im kommenden Transferfenster einige Wechseloptionen eröffnen.
Nach exklusiven Informationen von RTL/ntv und sport.de gibt es starkes Interesse von mehreren Klubs an Armindo Sieb. Der schnelle, beidfüßige Mainz-Stürmer steht gleich in mehreren Märkten hoch im Kurs.
Interesse gibt es aus der 1. und 2. Bundesliga, dazu kommen Anfragen aus Frankreich. Konkreter wird es außerdem aus der Schweiz und Belgien – und am intensivsten aus England: In der Championship, der zweiten Liga, soll das Interesse aktuell besonders groß sein.
Sieb beim FSV Mainz nur zweite Wahl
Dabei ist die Ausgangslage in Mainz klar: Sieb ist momentan eher zweite Wahl hinter Benedict Hollerbach. In dieser Bundesliga-Saison steht er dennoch in zwölf von 15 Spielen auf dem Platz, kommt dabei auf zwei Tore. Seine Startelfquote liegt bei 13 Prozent, seine Spielminuten bei 25 Prozent – Zahlen, die zeigen: Er ist dran, aber noch nicht gesetzt. Genau das macht ihn für viele Klubs interessant, die ihm eine größere Rolle zutrauen oder ihn als Tempo-Waffe für die zweite Halbzeit sehen.
Sieb bringt dafür ein auffälliges Profil mit: Er ist schnell, extrem dynamisch und gilt als Spieler, der Spiele über Läufe in die Tiefe verändert. Intern wird sein Tempo als echte Stärke gesehen – er läuft die 30 Meter in 3,8 Sekunden. Dass er beidfüßig ist, macht ihn zusätzlich flexibel: Sieb kann in verschiedenen Offensivrollen funktionieren, ist nicht leicht ausrechenbar.
FC Bayern offen für Sieb-Verkauf
Vertraglich ist die Situation besonders spannend. Sieb ist aktuell nur ausgeliehen – vom FC Bayern zu Mainz. Mainz hat im Sommer eine Kaufoption, Bayern wiederum eine Rückkaufoption. Sein Vertrag in München läuft nach aktuellem Stand bis 2027. Klar ist: Wenn es im Winter wirklich konkret wird, müsste Mainz einem Leih-Abbruch zustimmen. Bayern als Stammklub würde ihn grundsätzlich verkaufen wollen.
Trotz der vielen Anfragen gibt es keinen Automatismus Richtung Wechsel. Sieb selbst hat auch kein Problem damit, in Mainz zu bleiben. Die Tendenz des Spielers würde bei einem Abgang zwar klar in Richtung Bundesliga oder Championship gehen – einen Verbleib in Mainz würde er aber akzeptieren, fühlt sich im Klub grundsätzlich wohl.
Und genau hier spielt die sportliche Lage rein: Mainz hängt tief im Abstiegskampf und ist Tabellenletzter. Mit Urs Fischer gibt es zudem einen neuen Trainer, der Sieb grundsätzlich positiv sieht. In einer solchen Situation kann sich eine Rolle schnell verändern – manchmal reichen ein, zwei Spiele, um aus "zweite Wahl" plötzlich eine echte Option zu machen.
Unterm Strich ist Armindo Sieb aktuell einer dieser Spieler, bei denen viele Faktoren gleichzeitig wirken: viel Interesse, ein klar erkennbares Profil, eine komplizierte Vertragskonstruktion – und ein Verein, der eigentlich jeden Impuls im Kampf um den Klassenerhalt braucht. Ob Mainz, Bayern und der Spieler am Ende im Winter oder erst im Sommer handeln, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.































