Suche Heute Live
Schach
Artikel teilen

Schach

Ein Schubser und die nächste Verspätung

Magnus Carlsen sorgt für doppelten WM-Eklat

Magnus Carlsen sorgt mal wieder für Schlagzeilen
Magnus Carlsen sorgt mal wieder für Schlagzeilen
Foto: © IMAGO/Yousef Masoud
28. Dezember 2025, 07:49
sport.de
sport.de

Schach-Superstar Magnus Carlsen hat bei der Schnellschach-WM in Doha am Samstag gleich für zwei große Aufreger gesorgt. Anschließend musste sich der Norweger von prominenter Stelle deutliche Kritik gefallen lassen. 

Magnus Carlsen hat bei der Schnellschach-WM in Doha auch am zweiten Spieltag für Schlagzeilen gesorgt. Das allerdings nicht mit seinem Spiel, sondern mit zwei Aktionen abseits des Bretts. 

Zunächst einmal ließ der Superstar mal wieder auf sich warten. Zum wiederholten Male kam er zu seiner ersten Partie zu spät in die Spielhalle. Die Folge: Der Start aller Partien musste verschoben werden. 

"Das zeigt, wie sehr Carlsen die FIDE im Griff hat"

"Das ist einfach schrecklich und sieht nicht gut aus, um es milde auszudrücken", kommentierte US-Großmeister Hikaru Nakamura das zu späte Erscheinen Carlsens, der in den letzten Jahren bei vielen Turnieren regelmäßig zu spät an seinem Platz auftauchte und den Ablauf dadurch verzögerte. 

"Letztlich", so Nakamura weiter, "geht es darum, und das habe ich schon eine Million Mal gesagt, dass sie die Uhr einfach starten müssen. Bei jedem anderen Spieler starten sie die Uhr, aber für Magnus tun sie das nie. Und das ist nicht gut", klagte der US-Amerikaner in seinem Live-Stream. 

Geht es nach Nakamura, so genießt der Norweger in diesen Fällen einen unerklärlichen Sonderstatus. "Wenn ich oder Fabiano [Caruana] zu spät zu diesem Spiel gekommen wären, hätten sie die Uhr gestartet. Sie hätten nicht gewartet. Für Magnus tun sie das immer. Das zeigt, wie sehr er die FIDE im Griff hat, um es mal so auszudrücken", moserte Nakamura, der in diesem Jahr nicht an der WM teilnimmt. 

Carlsen schubst Kameramann zur Seite

Für den zweiten Aufreger des Tages sorgte Carlsen nach seiner Partie gegen Vladislav Artemiev. Carlsen hatte die Chance, ein Remis anzunehmen, wollte aber weiter auf Sieg spielen. Das rächte sich. Artemiev spielte seinen Vorteil geschickt aus und fügte dem Norweger die erste und bisher einzige Turnierniederlage zu. 

Nach der Partie ging Carlsen begleitet von einer Kamera des Senders "NRK" aus dem Spielerbereich. Nach wenigen Metern schubste der sichtlich genervte Norweger den Kameramann einfach zur Seite. Eine Szene, die im Netz schnell die Runde machte und dem 35-Jährige ebenfalls deutliche Kritik einbrachte.

Trotz der Nebengeräusche hat Carlsen vor dem Schlusstag noch gute Chancen auf den Titel. Mit 7,0 Punkten liegt er vor dem großen Finale auf dem geteilten dritten Platz. Nur Artemiev und Hans Niemann stehen mit 7,5 Punkten etwas besser da.

Newsticker

Alle News anzeigen