Prominenter Neuzugang für die französischen Biathlon-Frauen: Die einmonatige Sperre von Julia Simon ist am Sonntag abgelaufen. Schon beim kommenden Weltcup in Hochfilzen wird die zehnmalige Weltmeisterin wohl wieder zum Aufgebot gehören. Unklar ist noch, wen sie ersetzt.
Die rechtskräftig verurteilte Julia Simon ist ab sofort wieder für die französische Biathlon-Mannschaft startberechtigt. Am Sonntag lief die einmonatige Sperre gegen die zehnmalige Weltmeisterin aus. Zwar verhängte der nationale Verband insgesamt eine Sperre von sechs Monaten gegen die 29-Jährige, die restlichen fünf Monate sind jedoch zur Bewährung ausgesetzt.
Es wird erwartet, dass Simon schon beim kommenden Weltcup in Hochfilzen wieder zum Aufgebot Frankreichs gehören wird. Offiziell bestätigt hat dies der Verband bislang aber nicht.
Zwei Streichkandidatinnen im französischen Team
Sollte Simon ihr Comeback feiern, wird eine andere Biathletin ihren Platz im Team abtreten müssen. Wen es trifft, ist Stand heute noch unklar. Als unantastbar gelten jedoch Lou Jeanmonnot, Justine Braisaz-Bochet, Jeanne Richard und Océane Michelon. Nach einer famosen Östersund-Woche dürfte auch Camille Bened ihr Hochfilzen-Ticket sicher haben. Blieben Gilonne Guigonnat und Amandine Mengin als mögliche Streichkandidatinnen.
Frankreichs Frauen hatten zum Saisonauftakt eine Woche mit Höhen und Tiefen erlebt. Während die vier Staffel-Rennen mehr oder minder voll nach Plan liefen, war in Einzel, Sprint und Verfolgung plötzlich etwas Sand im Getriebe. Bened und Michelon waren die einzigen Mitglieder des Teams, die es in den drei Rennen auf das Podest schafften. Bened wurde im Einzel Dritte, Michelon im Sprint. Der Verfolger endete dagegen ohne französischen Podest-Platz.
Nicht dabei sein wird Julia Simon derweil in diesem Jahr bei der World Team Challenge auf Schalke. In der vergangenen Woche bestätigten die Veranstalter, dass Frankreich in Gelsenkirchen mit Lou Jeanmonnot und Fabien Claude antreten wird.

