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Auch Spanien ist kein Stolperstein

DHB-Team feiert die nächste WM-Party

Die deutschen Frauen ließen gegen Spanien nichts anbrennen
Die deutschen Frauen ließen gegen Spanien nichts anbrennen
Foto: © IMAGO/Marco Wolf
06. Dezember 2025, 19:33

Die 10.522 Fans im Tollhaus Westfalenhalle zählten die letzten Sekunden herunter und sangen "Oh, wie ist das schön": Deutschlands Handballerinnen sind nach ihrer nächsten WM-Party bereit für den Medaillenkampf. Kapitänin Antje Döll und ihre Mitspielerinnen genossen die ausgelassene Stimmung nach dem 29:25 (13:10) gegen Spanien in Dortmund und stimmten sich zusammen mit der Rekordkulisse auf das mit Spannung erwartete Viertelfinale am Dienstag ein.

Die makellose Bilanz mit sechs Siegen aus sechs WM-Spielen war Bundestrainer Markus Gaugisch "sehr wichtig". Beim ungefährdeten Erfolg gegen Spanien sah er aber auch "Wellen. Das war ein Stresstest, und wir sind cool geblieben", sagte der Coach zufrieden bei Sporteurope.TV: "In den K.o.-Spielen geht es jetzt darum, ein gutes Gefühl zu haben. Deswegen ist es gut, diesen Stresstest bestanden zu haben."

Drei Tage vor dem Viertelfinale gegen Olympiasieger Norwegen oder den WM-Neunten Brasilien ließ die DHB-Auswahl am Samstagabend überhaupt nichts anbrennen. Auch Spanien, immerhin Vizeweltmeister von 2019, fand gegen die überragende deutsche Defensive kein Mittel. Und wenn doch mal ein Ball Richtung Tor kam, war wie zuletzt oft die bärenstarke Torfrau Katharina Filter zur Stelle.

"Wir haben einen magischen Flow"

Zu den besten DHB-Werferinnen vor der historisch größten Kulisse bei einem Frauenhandballspiel auf deutschem Boden avancierten Rückraumspielerin Emily Vogel mit sechs und Linksaußen Döll mit fünf Treffern. Das Selbstvertrauen beim deutschen Team vor der K.o.-Runde ist riesig. Der Traum von der ersten Medaille seit WM-Bronze 2007 lebt.

"Wir haben einen magischen Flow. Jedes Mal pocht unser Herz, wenn wir auflaufen dürfen. Diese Energie müssen wir jetzt aufrecht erhalten", sagte Abwehrchefin Aimée von Pereira. Weiter geht es auf der Mission für sie und ihre Mitspielerinnen am Dienstag auf der ganz großen Bühne. Das Viertelfinale wird - erstmals bei dieser WM - im Free-TV zu sehen sein. Das ZDF überträgt das "größte Heimspiel für den deutschen Frauenhandball seit der Heim-WM 1997" (DHB-Vorstandschef Mark Schober), die ARD zeigt dann ein mögliches Halbfinale und Finale.

Deutsche Abwehr lässt Spanien verzweifeln

Das deutsche Team agierte erneut vor allem in der Abwehr bärenstark. Während Spanien große Mühe hatte, überhaupt zum Abschluss zu kommen, kombinierten sich Emily Vogel und Co. immer wieder sehenswert durch die gegnerischen Reihen. Als Döll mit ihrem dritten Tor im dritten Versuch zum 6:2 (13.) verwandelte, sprangen die Zuschauer begeistert von den Sitzen.

Video: "Alles möglich" für DHB-Frauen

Deutschland blieb am Drücker und baute den Vorsprung auch dank Filter sukzessive aus. 50 Prozent gehaltene Bälle standen bei der Keeperin fünf Minuten vor der Halbzeitpause in der Statistik, auf der Anzeigetafel prangte ein 12:6. Dass Spanien nach vier Treffern in Serie plötzlich bis auf zwei Tore herankam, wurmte Gaugisch sichtlich.

Letzte Zweifel an Sieg Nummer sechs verflüchtigten sich zu Beginn des zweiten Durchgangs schnell. Ein 4:0-Lauf sorgte für ein beruhigendes Polster (17:10). Gaugisch wechselte wie im ganzen Turnierverlauf jetzt viel durch - ohne dass dabei ein Bruch ins Spiel kam. Als Spanien kurz vor dem Ende doch noch einmal auf 24:27 (56.) verkürzte, nahm Gaugisch eine Auszeit und beruhigte sein Team. Mit Erfolg, der Sieg geriet nicht mehr in Gefahr.

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