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Der VfB-Unverzichtbare im Fokus

Bayern-Schmerzen: Reißt Stiller wieder alte Wunden auf?

Angelo Stiller will mit dem VfB gegen die Bayern punkten
Angelo Stiller will mit dem VfB gegen die Bayern punkten
Foto: © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
05. Dezember 2025, 18:47

Treffen der VfB Stuttgart und FC Bayern aufeinander, gibt es stets viele Geschichte zu erzählen. Der Süd-Gipfel elektrisiert wieder – das liegt auch an der Personalie Angelo Stiller.

Wie nah Erfolg und Tragik im Fußball beieinander liege, erlebte Angelo Stiller in den vergangenen Tagen hautnah. Am Sonntag in Hamburg wurde er spät eingewechselt, war dann einer der Hauptdarsteller beim peinlichen Gegentor in der Nachspielzeit zur Niederlage. Unter der Woche spazierte er dann mit dem VfB in Bochum ins Viertelfinale des DFB-Pokals.

Jetzt pochen die Schwaben auch in der Liga auf Wiedergutmachung, empfangen am Samstag zuhause (15.30 Uhr im sport.de-Ticker) aber ausgerechnet den enteilten Meister FC Bayern. Gerade bei diesem Spiel steht einmal mehr Angelo Stiller im Fokus, zusammen mit der Frage: Kann er seinem Ex-Team erneut Schmerzen zufügen?

Stiller musste FC Bayern verlassen, um durchzustarten

Die Sache ist so: Der Vertrag des zentralen Mittelfeldprofis in Stuttgart läuft noch bis 2028. Doch es gibt immer wieder Gerüchte um einen vorzeitigen Abschied. Es sollen quasi alle Giganten aus dem europäischen Fußball in Cannstatt angeklopft haben. Real Madrid, FC Liverpool, Manchester United – und klar: auch der FC Bayern.

Video: Über diesen VfB-Fail lacht die Liga

Die Vertragslage ist etwas komplexer. Berichten zufolge ist im Arbeitspapier eine Klausel verankert, die einen Abgang in Höhe von 40 Millionen Euro festlegt. Allerdings habe der VfB die vertraglich abgesprochene Option, diese Klausel Stiller für zwei Millionen Euro abzukaufen. Die Folge: Eine Ablöse wäre dann frei verhandelbar. Und wohl deutlich höher.

Dass der VfB in der Lage ist, harte Kante in Verhandlungen zu zeigen, verdeutlichte der Woltemade-Poker im vergangenen Sommer. Fragen Sie mal bei Max Eberl und Co nach. VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth gab sich zuletzt diplomatisch. "Er hat einen Vertrag bei uns. Darüber zu spekulieren, ist viel zu früh", sagte er Ende November bei "Sky 90". Sollten doch Anfragen kommen, werden die Stuttgarter dem Vernehmen nach rund 60 Millionen Euro für Stiller fordern. Womöglich – je nach Leistung in dieser Saison – wird es auch noch mehr.

Entschuldigung bei allen Bayern-Fans

Dass er auch mit Bayern in Verbindung gebracht wird, liegt nahe. Stiller spielte von 2010 bis 2021 in der Jugend und der zweiten Mannschaft des FC Bayern. Zuletzt wünschte sich FCB-Ikone Bastian Schweinsteiger den Mittelfeldstrategen zurück. Dort sitzt der Stachel offenbar immer noch tief, dass man Stiller einst keine ansprechende Perspektive für den Profikader aufzeigte und so eines der vielversprechendsten Talente verlor. Möglicherweise war diese Entscheidung einer der größten Kader-Fehler in der jüngeren Vergangenheit.

Aus der zweiten Mannschaft der Bayern wechselte Stiller 2021 nach Hoffenheim (Trainer damals übrigens: Sebastian Hoeneß), folgte dann erneut dem Ruf seines Förderers ins Schwabenland. 2023/24 gelang ihm in Stuttgart der Durchbruch zum Führungsspieler, Star und Nationalspieler.

Die alte Verbindung ist ihm als gebürtiger Münchener bewusst – außer für ein paar Sekunden im Frühjahr. Als er Anfang des Jahres mit seinem sensationellen Fernschuss gegen den FC Bayern zur Führung traf, jubelte er erst emotional, schob nach der Partie bedröppelt und kleinlaut hinterher: "Ich möchte mich bei den Bayern-Fans entschuldigen, dass ich nach meinem Tor gejubelt habe. Das gehört sich nicht", sagte Stiller damals.

Fußball-WM 2026: Kommt Stiller nochmal zurück?

Seither hat er weiter heftig Eigenwerbung betrieben. Zu Beginn der laufenden Saison geriet die Form von Stiller zunächst aber etwas ins Stocken. Verletzungen und der stramme Spielplan wirkten sich augenscheinlich auch auf die Leistungen des 24-Jährigen aus.

Der Schlag ins Gesicht folgte gerade dann, als die Form im Herbst wieder nach oben zeigte. Bundestrainer Julian Nagelsmann berief ihn für die entscheidenden WM-Qualispielen nicht in den Kader des Nationalteams. Diese Entscheidung überraschte viele, auch den VfB und Stiller selbst.

Deutlich angesäuert sagte er im RTL-Interview drei Mal in Folge "kein Kommentar" zu entsprechende Fragen rund um die Nichtnominierung. Klar ist aber: Der Zug ist noch nicht abgefahren. Das betonte auch Nagelsmann immer wieder. Die Konkurrenz im DFB-Team deckt sich teilweise mit dem der Bayern. Leon Goretzka und Aleksandar Pavlovic haben derzeit die Nase vorne.

Die langfristige Zukunft von Goretzka in München ist indes noch offen. Gut möglich, dass Stiller eines nicht allzu fernen Tages mit Pavlovic die Mittelfeldachse der Bayern bildet, was die Chancen im Nationalteam auch nicht verringern würde. Es bedarf auch nicht viel Kreativität, um sich vorzustellen, dass Stiller auch in München das Spiel dirigieren kann.

Stiller hat sich in den vergangenen beiden Jahren defensiv gesteigert, grätscht auch Gegenspieler gekonnt ab. Seine Stärke aber bleibt der Aufbau, das Bälleverteilen und der eine kreative Pass, der die Defensive des Gegners zerbröseln lässt. Mit feinem Füßchen legt er regelmäßig für Teamkollegen wie Ermedin Demirovic, Deniz Undav und Bilal El Khannouss auf.

VfB Stuttgart: Ohne Dirigent Stiller fehlt was

Seine Passquote steht bei starken 89 Prozent (bei 77 Pässen) pro Partie. Hinzu kommen insgesamt 23 Key Passes, sogenannte Schlüsselpässe, die zu gefährlichen Aktionen führen. Hier ist er einer der besten der Liga. Stiller ist und bleibt der Dreh- und Angelpunkt des dominanten Hoeneß-Balls in Stuttgart, der besagt: Schnelle Bälle, vertikal weiterleiten, one touch.

Wie unverzichtbar er für seinen Klub ist, zeigte er im Finale der vergangenen Saison. Kurz vor dem DFB-Pokalfinale wurde Stiller vom Augsburger Samuel Essende böse gefoult und verletzte sich an den Bändern.

Doch die Punktlandung für Berlin gelang. Getaped und mit Bändern aus Stahl schmiss sich der Taktgeber ins Endspiel und führte mit seinen Pässen und Assists den VfB früh zur Führung und 4:2-Endstand gegen Bielefeld.

Wird Stiller geschont, wie zuletzt beim HSV, sticht das häufig ins Auge. Es fehlt dann oft der zentrale Führungsspieler in der Mitte, der das Spiel an sich reißen kann. Dem VfB fehlt Kreativität und Spielwitz. Die und einen gut aufgelegten Angelo Stiller wird er auch am Samstag gegen die Bayern brauchen. Mindestens.

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