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"Hatte nicht die Absicht, ihn zu verletzen"

Bolshunov reagiert auf brutale Attacke

Alexander Bolshunov hat sich für seinen Ausraster entschuldigt
Alexander Bolshunov hat sich für seinen Ausraster entschuldigt
Foto: © IMAGO/Maksim Blinov
03. Dezember 2025, 12:19
sport.de
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Russlands Langlauf-Superstar Alexander Bolshunov hat sich am Tag nach seiner hinterhältigen Attacke gegen Alexander Bakurov öffentlich entschuldigt. Eine Teilschuld für den Vorfall sieht er allerdings weiterhin bei seinem Opfer. 

Er bereue den Vorfall, erklärte Bolshunov am Dienstag in einem Video in den sozialen Medien. "Dass ich meinen Gegner mit der Schulter geschubst habe, war falsch. Ihr werdet so ein Verhalten von mir in Zukunft nicht mehr sehen", versprach der dreimalige Olympiasieger.

Dem Langlauf-Superstar waren am Wochenende nach einem Sprintrennen die Sicherungen durchgebrannt, nachdem er während des Rennens mit Alexander Bakurov kollidiert war. Bolshunov schubste den 22-Jährigen im Zielbereich gegen eine Bande und verletzte ihn dabei so schwer, dass Bakurov laut russischen Verbandsangaben mindestens zwei Wochen pausieren muss. 

"In dieser Situation hätte ich das Rennen ruhig beenden und dann erst mit der Jury und vielleicht später mit dem Athleten darüber sprechen sollen, warum er während des Rennens so gehandelt hat", erklärte der Täter. "Ich hatte nicht die Absicht, ihn zu verletzten", versicherte Bolshunov. 

Bolshunov gibt seinem Opfer eine Teilschuld

Vollumfänglich war die Entschuldigung des 28-Jährigen allerdings nicht. Denn wie Bolshunov andeutete, sieht er eine Teilschuld für die Eskalation auch bei Bakurov.

"Es gab während des Rennens mindestens drei Vorfälle, an denen Bakurov beteiligt war. In einer Steigung, in der er mich absichtlich blockiert hat, dann als er sich ein Mal vor mich gesetzt und nicht beschleunigt hat und beim dritten Mal kurz vor dem Ziel", meinte der Superstar. Dazu, so Bolshunov weiter, sei er auch noch von Bakurov beleidigt worden. All das habe dazu geführt, dass ihm die Sicherungen durchgebrannt seien. 

"Jeder Konflikt sollte Auge in Auge gelöst werden. Und das wollte ich auch tun. Aber meine Emotionen und Bakurovs Beleidigungen haben zum Schubser geführt. Wir konnten den Konflikt nicht direkt an Ort und Stelle lösen. Und dann hat der Zirkus mit den Kameras angefangen", fasste Bolshunov die Geschehnisse aus seiner Sicht zusammen. 

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