Lena Dürr ist erstmals in ihrer Karriere unter die Top Ten in einem Riesenslalom gefahren. Beim alpinen Ski-Weltcup in Copper Mountain fuhr die 34-Jährige auf dem sechsten Platz. Nach dem ersten Lauf hatte sie noch auf Rang vier gelegen und damit sogar einen Podestplatz in Aussicht. Zum Auftakt des Olympia-Winters hatte Dürr im österreichischen Sölden noch den 14. Rang belegt.
Es siegte die Neuseeländerin Alice Robinson, WM-Zweite von Saalbach, vor Julia Scheib aus Österreich, die den ersten Riesenslalom des Olympiawinters in Sölden überraschend gewonnen hatte. Slalom-Spezialistin Dürr, der nur 0,36 Sekunden zum Podium fehlten, verpasste nach einer starken Vorstellung ihren insgesamt 18. Sprung aufs Treppchen.
Für Emma Aicher lief es dagegen überhaupt nicht. Als 47. (+4,10 Sekunden) verpasste die 22-Jährige klar den zweiten Durchgang, auch Fabiana Dorigo (39./+3,24) und Jessica Hilzinger (41./+3,46) schafften es nicht unter die besten 30. Skikönigin Mikaela Shiffrin (USA) hatte beim Heimspiel große Probleme und musste sich mit dem 14. Platz zufriedengeben (+2,08).
Dürr, die zuletzt in den Slalomrennen von Levi (4.) und Gurgl (7.) schon Top-10-Ergebnisse geholt hatte, war in Sölden 14. geworden, nun schaffte sie die Olympianorm. Am Sonntag (18.00 und 21.00 Uhr/Eurosport) steht in Copper Mountain ein Slalom auf dem Programm, Dürr bekommt in den USA eine weitere Chance für ein Erfolgserlebnis.