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2. Durchgang abgesagt

Springen abgebrochen - DSV-Adler sammeln Pluspunkte

Die deutschen Skispringer wussten in Ruka zu überzeugen
Die deutschen Skispringer wussten in Ruka zu überzeugen
Foto: © IMAGO/GEPA pictures/ Christian Moser
29. November 2025, 16:48

Sichtlich erleichtert klatschte Andreas Wellinger im finnischen Dauerregen mit Bundestrainer Stefan Horngacher ab, der böse abgestürzte Philipp Raimund konnte auch schon wieder grinsen. In der Windlotterie von Kuusamo hat der zuletzt so wankelmütige Wellinger sich mit Platz sieben und seinem besten Saisonergebnis zurückgemeldet - dafür patzte nun der bislang verlässlichste der deutschen Skispringer.

"Philipps Ergebnis ist heute ein Wermutstropfen. Aber ansonsten können wir hier zufrieden rausgehen - Andi war sehr gut", sagte Horngacher in der ARD, nachdem der Wettkampf am Polarkreis angesichts von Böen und immer langsamerer Anlaufspur nach dem ersten Durchgang abgebrochen worden war. Damit siegte wie schon am Mittwoch in Falun der Slowene Anze Lanisek.

Wellinger, der im Vorjahr eines der beiden Springen auf der Rukatunturi-Schanze gewonnen hatte, zeigte mit 127,5 m (120,4 Punkte) seinen bislang besten Saisonsprung - zuvor hatte er nur einmal im Olympiawinter den ersten Durchgang überstanden und war als deutsches Sorgenkind angereist. In Kuusamo hatte Wellinger 2014 als Teenager einen schweren Sturz verkraften müssen. Mit der anspruchsvollen Anlage, an der es oft stürmt, verbindet ihn eine Hassliebe.

"Ich habe den Münzwurf heute eben verloren"

Lanisek, der schon am Mittwoch in Falun gewonnen hatte, lag beim Abbruch mit 142,0 m (141,4 Punkte) deutlich vor dem Japaner Ren Nikaido (136,4) und dem Slowenen Domen Prevc (128,0). Hinter Wellinger überzeugten auch Routinier Pius Paschke, der im Vorjahr ebenfalls ein Kuusamo-Springen gewonnen hatte, als Neunter und Aufsteiger Felix Hoffmann als Elfter.

Raimund, als Weltcup-Achter und damit bester DSV-Adler nach Finnland gereist, musste im ersten Durchgang in einer ganz ungünstigen Windphase ran - und war einigermaßen machtlos: Als 32. hätte der Oberstdorfer den zweiten Durchgang verpasst.

"Es hat mir den linken Ski so weggedrückt, es fühlt sich scheiße an, so früh zu landen", sagte "Hille": "Ich habe den Münzwurf heute eben verloren, aber am Sonntag eine neue Chance."

Karl Geiger landete auf Rang 27 und holte zum zweiten Mal in dieser Saison Weltcup-Punkte. "Ich bin entspannt geblieben, und insgesamt war es dann auch ganz gut", sagte Geiger. Punkte gab es auch für das Schweizer Schanzen-Denkmal Simon Ammann: Der 44-Jährige wurde 28. und erreichte sein bestes Ergebnis seit knapp zwei Jahren.

Ruka 2025/2026

1SlowenienAnze Lanisek141.00
2JapanRen Nikaido136.40
3SlowenienDomen Prevc128.00
4BulgarienVladimir Zografski125.40
5FrankreichValentin Foubert122.70

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