Carlos Sainz blickt auf seinen Wechsel von McLaren zu Ferrari zurück und verrät eine ungewöhnliche Anekdote aus der Zeit der Corona-Lockdowns. Sein Vater Carlos Sainz Sr. spielte demnach eine maßgebliche Rolle in den Verhandlungen mit dem damaligen Ferrari-Teamchef Mattia Binotto.
Sainz sagt: "Ja, mein Vater war an allen Verhandlungen und Gesprächen beteiligt, besonders beim ersten Kontakt - damals mit Mattia Binotto."
Der Spanier schildert, wie er die entscheidende Frage an seinen Vater richtete, ob ein Wechsel wirklich möglich sei. "Ich erinnere mich, dass ich sagte: 'Gibt es eine echte Chance oder nicht? Was denkst du?' Und er sagte: 'Ich glaube ja. Ich glaube, wir können zu Ferrari gehen.' Und ich sagte: 'Dann lass es uns versuchen!'"
Vertrag unterzeichnet - morgens um neun, im Pyjama
Als die Gespräche konkreter wurden, ging es um klassische Vertragsdetails wie Gehalt und Laufzeit. Gleichzeitig musste alles streng geheim bleiben. Dann kam die Corona-Pandemie - und mit ihr eine bemerkenswerte Szene, die Sainz bis heute amüsiert. Er berichtet: "Es war die COVID-Ära. Und es gibt eine wirklich lustige Anekdote: Ich habe meinen Ferrari-Vertrag im Pyjama um neun Uhr morgens zu Hause unterschrieben, mitten im Lockdown."
Sainz beschreibt die Situation, als wäre sie bis heute surreal. "Das ist der Ferrari-Vertrag - gerade aufgewacht, Haare wie sonst was - und ich habe unterschrieben. Let's go. Unglaublich."
Sainz: Rückkehr zu Ferrari? "Ja - in ferner Zukunft"
Im Interview wird Sainz auch gefragt, ob er sich eine Rückkehr zu Ferrari vorstellen könne. Der heute vierfache Ferrari-Jahrgang 2021-2024 hält sich die Tür offen. Auf die Frage, ob er eines Tages zurückkehren würde, antwortet er klar: "Ja. In der fernen Zukunft."
Sainz, der in seinen vier Saisons bei Ferrari drei Siege und mehrere Podien erzielte, gehört weiterhin zu den gefragtesten Fahrern im Feld - und schließt eine Wiedervereinigung mit der Scuderia langfristig nicht aus.


