Die Philadelphia Eagles rutschen in der NFL immer weiter in die Krise. Gegen die Chicago Bears musste der Titelverteidiger eine bittere Heimpleite einstecken. Während Offensiv ganz wenig zusammenlief, wurde die Defense von den Bears regelrecht überrannt.
Bears @ Eagles: Auf einen Blick
- Bei den Eagles-Fans herrschte großer Frust. Es hagelte Buh-Rufe ohne Ende, viele Anhänger verließen vorzeitig das Stadion.
- Trotz zweier Niederlagen in Serie können die Eagles noch immer mit den Playoffs planen. Durch die Pleite sank die Playoff-Chance laut "NextGenStats" nur auf 96%.
- Die Bears hingegen konnten ihre Chancen natürlich erhöhen. Diese werden nun auf 78% errechnet.
Bears @ Eagles: Der Spielbericht
Bei frischen Temperaturen von nur knapp 3 Grad Celcius und jeder Menge Wind sahen die Zuschauer im Lincoln Financial Field kein besonders erwärmendes Spiel, vor allem wenn sie es mit den Philadelphia Eagles hielten.
Diese bekamen die Chicago Bears zum Start nur schwer in den Griff, weshalb die Gäste bis kurz vor die Redzone marschierten. Dann jedoch gelang den Eagles doch das Big Play, als man den vierten Versuch stoppen konnte. Die Schiedsrichter hatten zunächst auf First Down entschieden, eine Challenge von Nick Siranni änderte diese Entscheidung allerdings erfolgreich.
Das Problem: Die Eagles wussten mit dem Turnover on Downs wenig anzufangen. Der Lauf funktionierte nicht und Quarterback Jalen Hurts verlegte dann auch noch die Chance auf ein langen Raumgewinn, als er Receiver DeVonta Smith verfehlte.
Die Bears machten es besser und marschiert dieses Mal bis in die Endzone. Das Momentum war nun komplett auf der Seite der Bears, die allerdings zu wenig zählbares vor der Pause mitnahmen. Und so waren die Eagles beim Stande von 3:10 alles andere als aus dem Spiel und das obwohl offensiv weiterhin gar nix zusammenlief (57 Passing Yards, 26 Rushing Yards, 2 First Downs).
Nach der Pause schien es zum Leidwesen der heimischen Fans - die im Übrigen sehr regelmäßig zu lautstarken Buh-Rufen ansetzten - so weiter zu gehen. Eigentlich wurde es sogar noch schlimmer, denn Jalen Hurts warf eine völlig unnötige Interception.
Mitte des dritten Quarters startete dann jedoch eine sehr wilde Sequenz. Quasi aus dem Nichts starteten die Eagles zwei Big Plays und schlossen einen Drive mit einem Besuch in der Endzone ab. AJ Brown zeichnete sich dafür verantwortlich.
Und das Momentum schien sich plötzlich komplett zu ändern, denn auch Bears-QB Caleb Williams unterlief eine böse Interception. Die Eagles schienen ihre gute Feldposition zu nutzen und erreichten schnell die Redzone.
Dann jedoch das Unglaubliche: Jalen Hurts verlor beim Tush Push den Ball und plötzlich waren die Bears wieder oben auf. Sie konterten mit zwei Touchdowns, auch weil die Eagles den Lauf einfach nicht stoppen konnten.
Dadurch liefen die Gäste den Sieg am Ende nach Hause und stürzen die Eagles weiter in die Krise.
Chicago Bears (9-3) @ Philadelphia Eagles (8-4)
Ergebnis: 9:20 (7:0, 3:3, 0:6, 14:6) BOXSCORE
Bears @ Eagles: Die wichtigsten Statistiken
- 16:2 stand es zur Pause in Sachen First Downs aus Sicht der Bears. Am Ende hatten die Gäste noch immer mehr als doppelt so viele First Downs, wie der Gegner.
- Zum ersten Mal seit 1985 haben die Bears zwei Rusher mit mehr als 100 Yards. Kyle Monangai schloss die Partie mit Rushing Yards ab, D'Andre Swift mit Rushing Yards. Zudem erzielten beide auch einen Touchdown
- Auf der anderen Seite haben die Eagles erst zum zweiten Mal in der Geschichte zwei Rusher mit mehr als 100 Rushing Yards zugelassen.
Der Star des Spiels: Das Run Game der Bears
Die Statistiken zeigen es ganz deutlich. Der Lauf war für die Bears heute der Schlüssel zum Sieg. Die Eagles-Defense bekam das zweiköpfige Monster schlicht nicht in den Griff.
Der Flop des Spiels: Die Eagles-Offense
Hier einzelne Spieler negativ herauszuheben wäre Fehl am Platz, denn am Ende war es die gesamte Offensive, die auf ganzer Linie enttäuschte. Und dazu gehört auch Offensiv Coordinator Kevin Patullo, der wieder einmal sehr uninspirierte Drives zusammencoachte. Dass Jalen Hurts sich zudem ungewohnt viele Fehler leistete, machte es nicht besser.



































