Lewis Hamilton erlebt im Ferrari ein Formtief, das mittlerweile selbst erfahrene Beobachter überrascht. Beim Sprint-Qualifying in Katar landete der siebenfache Weltmeister abgeschlagen auf Platz 18 – nur die beiden Alpine-Fahrer Pierre Gasly und Franco Colapinto waren noch langsamer als der Rekordweltmeister. Ein weiterer Nackenschlag in einer Saison, die für Hamilton längst zum mentalen Kraftakt geworden ist.
"Sky"-Experte Ralf Schumacher ordnet die Lage nach dem desaströsen Sprint-Qualifying schonungslos ein. Nach Ansicht des 50-Jährigen ist der 18. Startplatz sogar noch dramatischer als Hamiltons enttäuschender letzter Platz im Qualifying in Las Vegas eine Woche zuvor.
"In Las Vegas hätte er ja noch eine Runde gehabt, nur war da die Sache mit der Ziellinie und im Regen war es zusätzlich schwierig. Sowas sollte nicht passieren, kann aber passieren", meinte Schumacher.
In Katar jedoch konnten Hamilton und Ferrari keine Ausreden bemühen. Auf dem Losail International Circuit herrschten perfekte Bedingungen – und trotzdem ging nichts für den siebenmaligen Champion.
Schumacher: "Irgendetwas klappt einfach nicht"
Schumacher sieht vor allem eine immer größer werdende Nervosität beim Ferrari-Stars: "Er ist total verunsichert, er versucht es in allen Ecken und Kanälen, pusht. Aber ich kenne es von mir selbst: Da ist irgendwann mal der Punkt erreicht, wenn ich mit dem Auto gar nicht klarkomme".
Der ehemalige Formel-1-Pilot, der Hamiltons Wechsel von Beginn an kritisch bewertet hat, hält sogar einen vorzeitigen Rücktritt des Briten für denkbar.
Dass das neue Reglement 2026 Hamiltons Probleme automatisch lösen wird, glaubt Schumacher nicht: "Wenn er bleiben sollte und nächstes Jahr das neue Konzept, das ja ganz anders ist, ihm durch Zufall passt: Klar, die Pace hat er nach wie vor. Aber irgendetwas klappt einfach nicht."
Einziger Lichtblick für Lewis Hamilton dieser Tage: In neun Tagen ist die Formel-1-Saison 2025 in den Büchern.



