Oftmals ist Dietmar Hamann selbst nicht um kritische Worte verlegen, doch dieses Mal hat der frühere Bundesliga-Proifi und heutige TV-Experte kein Verständnis dafür, dass bei Borussia Dortmund aufgrund einiger Kritiker Unruhe herrscht und das Haar in der Suppe im Fußball von BVB-Coach Niko Kovac gesucht wird.
Platz vier in der Liga mit Rang zwei in Reichweite, in der Champions League auf Kurs: Bei Borussia Dortmund könnte eigentlich eitel Sonnenschein herrschen.
Doch in den letzten Tagen und Wochen gab es viel Unruhe, weil die Schwarz-Gelben fußballerisch noch Luft nach oben hatten. Im Mittelpunkt der Kritik: Trainer Niko Kovac, der zu passiv spielen lassen soll, wie einige Kritiker bemängelten, zudem gab es Spekulationen, Spieler könnten sich über ihn beschwert haben.
Dass die Stimmung nicht überall rosig ist rund um Dortmund, kann "Sky"-Experte Dietmar Hamann ganz und gar nicht verstehen. "Der BVB hat mit Trainer Niko Kovac in dieser Saison wettbewerbsübergreifend erst zwei Spiele verloren, und jetzt wird auf einmal über den Spielstil diskutiert! Was wollen die Leute denn?", fragte der ehemalige Nationalspieler in seiner Kolumne beim Pay-TV-Sender.
Sein Gefühl sei erstmals seit vielen Jahren eher so, dass die Dortmunder "zusammen mit Kovac eine Konstellation haben, auf die sie sich verlassen können. Der BVB spielt eine Wahnsinns-Saison, und das mit fast der gleichen Mannschaft wie im vergangenen Jahr!", hob Hamann hervor.
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Hamann: Kovac holt das Maximum aus dem BVB heraus
"Hätten die Dortmunder nicht gegen Stuttgart, beim HSV und bei St. Pauli kurz vor Schluss den Sieg hergeschenkt, könnten sie ohne Probleme sechs Punkte mehr haben. Dann wären sie drei Punkte hinter Bayern und keiner würde etwas kritisieren", war sich der frühere Bundesliga-Profi sicher.
Dazu käme, dass es beim BVB insgesamt gut laufe, und das, obwohl lange noch nicht alle Neuverpflichtungen so einschlagen, wie erhofft.
"Jobe Bellingham wurde im Sommer für 30 Millionen aus Sunderland verpflichtet, spielt aber bisher kaum eine Rolle, wie auch Fabio Silva im Sturm. Zudem sind die Optionen im Angriff begrenzt: Mit Guirassy, Adeyemi, Beier, Silva und Duranville, der wegen einer Schulterverletzung lange fehlte, haben sie für drei Positionen nur fünf Spieler", erklärte Hamann einige daraus resultierende Personalentscheidungen von Kovac.
Der Trainer habe "häufig umstellen müssen, weil Spieler verletzt waren. Du kannst nicht mit derselben Formation 45 oder 50 Spiele machen. Wenn morgen das DFB-Pokalfinale wäre, wüsste Kovac, wer im Zentrum spielt. Das ist das Entscheidende!", so der TV-Experte, der schloss: "Was die Leute von Kovac erwarten, hat mit der Realität nichts zu tun. Er holt das Maximale aus der Mannschaft heraus.".





























