Suche Heute Live
Formel 1Formel 1
Artikel teilen

Formel 1
Formel 1

Red-Bull-Eminenz sieht klaren Vorteil

Marko-Kampfansage an McLaren: "Max ist wie ein Terrier"

Max Verstappen ist im Formel-1-Endspurt voll auf Angriff gepolt
Max Verstappen ist im Formel-1-Endspurt voll auf Angriff gepolt
Foto: © IMAGO/Mikael Ona
28. November 2025, 08:18
sport.de
sport.de

Max Verstappen hat in der zweiten Hälfte der Formel-1-Saison 2025 eine irre Aufholjagd hingelegt, 80 Punkte seines einst riesigen Rückstand weggefressen. Red-Bull-Boss Helmut Marko sieht seinen Fahrer im WM-Kampf mit den McLaren-Piloten vor allem mental klar im Vorteil.

"Max ist locker und souverän wie schon lange nicht", sagte Marko vor dem Katar-GP im Interview mit RTL/ntv und sport.de. Der viermalige Weltmeister sei in den letzten Monaten "zu neuen Höchstleistungen aufgelaufen. Ich glaube, wir haben einfach das Momentum auf unserer Seite."

Verstappen hat nach seinem Sieg in Las Vegas und der Disqualifikation der McLaren-Fahrer Lando Norris und Oscar Piastri nur noch 24 Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Norris. Beim anstehenden Grand Prix von Katar sind maximal 33 Punkte zu holen, weil neben dem Hauptrennen am Samstag ein Sprint (LIVE auf RTL+) auf dem Programm steht.

"Max ist wie ein Terrier, so ein kleiner Hund, aber unglaublich hartnäckig und fürchtet sich vor nichts", lobte der Chefberater der Bullen seine Nummer 1.

Verstappen sei dank seiner Nervenstärke und seiner "unglaublichen Fahrzeugbeherrschung" gegenüber Norris im Vorteil, sagte Marko und verwies auf den Start beim Rennen in Las Vegas. "Max ist derjenige, der die Nerven bewahrt. Lando verbremst sich und schon war er in Führung."

Bei Red Bull "ist keiner nervös"

Sobald Verstappen auftaucht, gehe bei Norris das Kopfkino los, so die Red-Bull-Eminenz. "Lando hat den Start gewonnen, als Russell neben ihm stand, er hat den Start gewonnen, als Leclerc neben ihm stand - er hat den Start verloren, nachdem Max neben ihm war. Das zeigt, da ist schon ein psychologischer Druck, der natürlich zu unseren Gunsten wirkt."

Die Belastung führe bei der Konkurrenz zu Fehlern. "Das ist letztlich Nervenstärke und auch Image - Max hat dieses Image, das pflegt er und das baut er immer weiter aus", sagte Marko.

Dass McLaren zuletzt in Las Vegas zu tief fuhr und wegen des dadurch zu dünnen Unterbodens disqualifiziert wurde, zeige zudem, dass auch das Team durch den Kampf gegen Red Bull "am Limit ist".

Red Bull - in diesem Jahr lange weit weg von der Musik - habe im Titelkampf dagegen nichts mehr zu verlieren und gehe "unbedarft" in den Endspurt, sagte Marko. "Da ist keiner nervös, wir sind fokussiert auf die Sache. Wenn es gelingt, super. Wenn nicht, haben wir auch gezeigt, was in Red Bull Racing steckt."

Zugleich räumte der Österreicher ein: "Natürlich ist dieser fünfte WM-Titel nach so einem Rückstand etwas, was umso mehr anspornt."

Video: Schumacher sicher: WM-Entscheidung fällt in Katar

Schützenhilfe für Verstappen von Mercedes und Ferrari?

Für das anstehende Rennwochenende in Katar sieht Marko Red Bull auf Augenhöhe mit McLaren. "Es gibt natürlich gewisse Kurventypen, wo McLaren im Vorteil war, aber ich glaube, durch den Flow oder diese unglaublich aufgeheizte Stimmung verschieben sich diese Sachen", sagte er. 

Schwieriger werde es beim Finale in Abu Dhabi. "Da waren wir im Vorjahr deutlich hinter McLaren. Aber das erledigen wir, wenn wir in Katar erfolgreich sind, dann fällt uns auch für Abui Dhabi etwas ein", schickte Marko eine Kampfansage an die Konkurrenz.

Red Bull hofft zudem, dass auch Mercedes und Ferrari McLaren das Leben schwer machen und Punkte klauen. "Wir haben gesehen, dass vor allem Mercedes wieder erstarkt ist. Und Ferrari - wenn sie einen guten Tag haben, können sie vorne mitfahren. Also wir hoffen da auf Schützenhilfe."

Marko deutet Hadjar-Beförderung an

Marko äußerte sich auch zur nach wie vor offenen Besetzung der Red-Bull- und Racings-Bulls-Cockpits für 2026. Die Würfel seien noch nicht gefallen, sagte er, deutete allerdings eine Beförderung von Isack Hadjar ins Seniorteam an.

"Er ist für viele eine Überraschung, auch für uns. Zum Beispiel auf Strecken, die er nicht kannte, wo er noch nie gefahren ist. Da ist er nach drei Runden sofort bei der Musik. Er ist vom Typ her ein sehr gefestigter, intelligenter junger Mann", lobte der Red-Bull-Chef den Franzosen. Es gehöre außerdem zu "unserer DNA, dass wir jungen Fahren eine Chance geben, aber sie müssen auch abliefern. Und das hat Hadjar in eindrucksvoller Weise gemacht."

Fahrerwertung

#FahrerTeamPunkte
1GroßbritannienLando NorrisMcLaren390
2AustralienOscar PiastriMcLaren366
3NiederlandeMax VerstappenRed Bull Racing366
4GroßbritannienGeorge RussellMercedes AMG F1 Team294
5MonacoCharles LeclercFerrari226

Newsticker

Alle News anzeigen