Nach dem 1:4 im Rahmen der Ligaphase der Champions League gegen Manchester City sowie zwei Remis in der Bundesliga drohte, die Stimmung bei Borussia Dortmund zu kippen. Das letztlich deutliche 4:0 in der Königsklasse gegen den FC Villarreal hat der Lage wieder deutlich Brisanz genommen. Ein Ex-Spieler des BVB sieht das ebenso und richtete mahnende Worte an Ex-BVB-Star Mats Hummels, der die Borussen unlängst deutlich anzählte.
"Ich würde insgesamt sagen, dass Borussia Dortmund auf einem Weg ist, der positiv ist und bleibt", bezog Steffen Freund im exklusiven Gespräch mit RTL/ntv und sport.de zu den Leistungen des BVB Stellung.
Natürlich stehe außer Frage, dass man die wichtigen Spiele gewinnen müsse, zuletzt habe man sich aber auch mit stärkeren Gegnern, wie zuletzt dem VfB Stuttgart, konfrontiert gesehen. Dann gehe es "eben sehr, sehr eng" zu. Gegen die Schwaben führten die Borussen nach schwachem Start mit 2:0, kassierten den Ausgleich, zogen dann kurz vor dem Ende wieder auf 3:2 davon und musste die Punkte dennoch teilen.
"Die Gesamtentwicklung ist definitiv positiv bei Borussia Dortmund und jetzt muss man schauen, wie weit es dann nach oben geht", urteilt Freund trotz des bitteren Unentschiedens. Der Sieg in der Champions League gegen Villarreal sei in diesem Zusammenhang besonders "wichtig" gewesen. Nun sei sogar ein Platz unter den besten Acht in Reichweite, was dem BVB zwei englische Wochen in der Rückrunde sparen könnte.
Freund appelliert an Ex-BVB-Star Mats Hummels
Eine noch wegweisendere Bedeutung räumt Freund dem kommenden Bundesliga-Duell mit Bayer Leverkusen ein. "Wenn Dortmund gewinnt, sieht alles gut aus. Verliert man aber dort, dann wird es natürlich auch schnell wieder unruhig in Dortmund", so der ehemalige Mittelfeldstar, der mit dem BVB zwei Meisterschaften sowie 1997 die Champions League gewann. Ein Platz unter den Top 4 sei für die Schwarzgelben "immer nur das Minimum. Man will eigentlich näher an den FC Bayern herankommen", begründet Freund seine Einschätzung.
Leicht sei es derzeit ohnehin nicht, das Top-Quartett zu entern. RB Leipzig habe "den Umbruch geschafft", zudem seien Eintracht Frankfurt und Bayer Leverkusen Anwärter, die Bayern sind sowieso gesetzt.
Freund stellte allerdings heraus, dass er trotz aller Gefahren kein negatives Bild von den Dortmundern zeichnen würde. Dass Ex-Verteidiger Mats Hummels dies im Vorfeld der Partie gegen Villarreal tat, findet Freund explizit nicht gerechtfertigt.
"Das ist natürlich ganz normal menschlich, das habe ich auch gemacht, nachdem ich bei Dortmund aufgehört hatte", bezieht Freund zur Hummels-Schelte Stellung.
Und weiter: "Ich glaube, dass man so einen Instinkt hat zu sagen, das läuft nicht so gut. Aber man muss natürlich auch zurückschauen: Wie waren denn jetzt die letzten Jahre unter Marco Rose und davor Thomas Tuchel, dann Nuri Sahin im letzten Jahr - und da ist die Entwicklung doch eindeutig positiv", so Freund, er sich direkt an Hummels wendet: "Also Mats jetzt nicht zu sehr Borussia Dortmund denken, sondern als Experte."





























