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Wild Wild Westfalenstadion

Als BVB und VfB Klopp zum Staunen brachten

Video: "Episches Duell" zwischen dem BVB und Stuttgart
22. November 2025, 10:36

Wenn Borussia Dortmund auf den VfB Stuttgart trifft (Samstag, 15.30 Uhr im Ticker auf sport.de), dann wird es oft rasant. So rasant wie am 30. März 2012 aber wurde es wohl nie. Im Dortmunder Westfalenstadion entwickelte sich die Partie der Traditionsklubs zu einer der irrsten und spektakulärsten der 2010er Jahre. Ein späterer BVB-Stürmer stellte sich damals ins Schaufenster.

"Da sind Sachen passiert, die passieren eigentlich nicht." Jürgen Klopp stand auch noch lange nach Abpfiff kopfschüttelnd in der Mixed Zone und ließ das unglaubliche 4:4 von Borussia Dortmund gegen den VfB Stuttgart mit einem Grinsen Revue passieren.

"Pöhler" stand auf seiner legendären Käppi. Und genau das war das Spiel auch: ein legendärer Kick für Pöhler. Wild Wild West im Westfalenstadion.

Dabei fing alles recht normal an.

VfB in Dortmund: Binnen acht Minuten kippt alles

Titelverteidiger Borussia Dortmund, damals mit fünf Punkten Vorsprung auf den FC Bayern Tabellenführer, machte das Spiel und ging in der 1. Halbzeit durch Shinji Kagawa (33.) in Führung. Kurz nach Wiederanpfiff erhöhte Jakub Blaszczykowski (49.) auf 2:0. Fast schon Meister-Alltag in der BVB-Arena.

Dann folgte der Fußball-Wahnsinn im Tollhaus. Der VfB Stuttgart drehte plötzlich auf und kam durch Vedad Ibisevic (71.) und den doppelten und beherzten Julian Schieber (77. und 79.) zurück, drehte sogar innerhalb von acht Minuten die Partie. Plötzlich führte der VfB in Dortmund mit 3:2. Gerade Schieber spielte derart überragend und betrieb damit massiv Eigenwerbung, dass er nach der Saison sogar beim BVB landete (rund sechs Millionen Euro Ablöse).

Julian Schieber trumpft auf

Doch nach dem Schieber-Doppelpack war noch lange nicht Schluss. Quasi mit dem nächsten Angriff schoss Mats Hummels per Innenrist den erneuten Ausgleich (82.) Der Innenverteidiger stand im April 2024 als letzter Spieler aus jenen legendären Kicks noch in der Aufstellung. Die Partie bezeichnete er zum damaligen Zeitpunkt zu einem seiner Highlights der Karriere. "Genau die spannende Fights sind das, was man im Sport sehen möchte", sagte Hummels.

Fünf Minuten später nagelte Ivan Perisic per Drop-Kick den BVB wieder in Führung. Die Schlusspointe war da aber noch nicht gesetzt. Denn in der Nachspielzeit schlenzte der eingewechselte Christian Genter im Sechzehner den Ball vorbei an Roman Weidenfeller ins lange Eck. 4:4 – selbst Klopp musste an der Seitenlinie aufgrund des wilden Spielverlaufs lachen.

Einen Sieger hätte das aberwitzige Spiel wohl ohnehin nicht verdient. Als solcher entpuppte sich der Fußball selbst und die Fans. Minutenlang feierten beide Fanlager ihre Teams und auch die Fußball-Grundidee, einfach niemals aufzugeben. Ein Rausch an Endorphinen.

Ein moderner Klassiker

Die sechs Tore in den letzten 20 Minuten machten das Spiel schnell zu einem modernen Bundesliga-Klassiker.

Mit dem Unentschieden konnten letztendlich beide Klubs leben. Der BVB holte trotz des überraschenden Punktverlustes am Ende mit 81 Punkten souverän die Meisterschaft – die bis dato letzte der Vereinsgeschichte.

 

Stuttgart beendete die Saison unter Trainer Bruno Labbadia auf Rang 6 und spielte in der Saison darauf europäisch – zum vorletzten Mal, ehe eine lange Durststrecke einsetzte, die erst 2024 beendet wurde. Am Samstagnachmittag treffen die Teams punktgleich als Dritter und Vierter aufeinander. 

Julian Schiebers Zeit in Dortmund verlief spärlich. In 35 Liga-Spielen erzielte er nur drei Tore. 2014 ging es weiter zu Hertha BSC. Inzwischen beweist sich der ehemalige Angreifer auch als Schlagersänger mit Malle-Hit-Potential und sportlicher Leiter der SG Sonnenhof Großaspach.

Überschneidung mit Hummels gibt es auch noch bis ins vergangene Jahr. Schieber trat in der von Hummels mitgegründeten Baller League an. 

Die Aufstellungen von der Partie am 28. Spieltag in der Saison 2011/12:

Borussia Dortmund:

Weidenfeller - Piszczek, Subotic, Hummels, Schmelzer - Gündogan, Kehl, Blaszczykowski, Kagawa, Großkreutz - Lewandowski

VfB Stuttgart:

Ulreich - G. Sakai, Maza, Niedermeier, Boka - Kvist, Kuzmanovic, Harnik, Hajnal, Schieber - Ibisevic

19. Spieltag
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FC St. Pauli
FC St. Pauli
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1. FC Heidenheim 1846
Heidenheim
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Leverkusen
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1
SV Werder Bremen
SV Werder Bremen
SV Werder
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Sa, 24.01.
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1. FSV Mainz 05
Mainz 05
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Wolfsburg
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FC Bayern München
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FC Augsburg
Augsburg
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Sa, 24.01.
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Sa, 24.01.
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Sa, 24.01.
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Freiburg
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1. FC Köln
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#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1FC Bayern MünchenFC Bayern MünchenFC Bayern19162172:165650
2Borussia DortmundBorussia DortmundBVB19126138:172142
3TSG HoffenheimTSG HoffenheimHoffenheim18113438:221636
4VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgart19113536:261036
5RB LeipzigRB LeipzigRB Leipzig18112536:241235
6Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusen18102635:251032
7SC FreiburgSC FreiburgFreiburg1976631:32-127
8Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtE. Frankfurt1976639:42-327
91. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion Berlin1966724:30-624
101. FC Köln1. FC Köln1. FC Köln1955928:32-420
11Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbach1955923:32-920
12VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburg19541028:41-1319
13FC AugsburgFC AugsburgAugsburg19541022:36-1419
14Hamburger SVHamburger SVHamburger SV1846817:27-1018
15SV Werder BremenSV Werder BremenSV Werder1846821:35-1418
161. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 0519361021:32-1115
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