Die Las Vegas Aces haben in der Nacht auf Mittwoch Spiel 5 der Halbfinalserie in den WNBA-Playoffs mit 107:98 gegen die Indiana Fever gewonnen und stehen damit im Finale um die Meisterschaft. Obwohl eine weitere Starspielerin bei den Fever im Spielverlauf ausschied, retteten sich die Gäste in die Verlängerung.
Erst zur Mitte des dritten Viertels waren es die Gastgeberinnen in der Michelob ULTRA Arena, die sich zum ersten Mal nennenswert absetzen konnten. MVP und DPOY A'ja Wilson (35 Punkte, 8 Rebounds, 5 Assists, 4 Steals, 4 Blocks) und Jackie Young (32 Punkte, 10 Assists) legten eigenhändig einen 12:4-Lauf zur höchsten Aces-Führung von 64:55 hin. Sie wurden zum ersten Duo, das in der Playoff-Geschichte der WNBA 30 oder mehr Punkte in einem Spiel auflegen konnte.
Die Fever, bei denen die Starting Five Spiel 5 der Best-of-Five-Serie mit einer zweistelligen Punkteausbeute beendete, ließen sich nicht weiter abschütteln und robbten sich auch ohne Kelsey Mitchell (15 Punkte) zurück in die Partie. Aufgrund von Krämpfen schied sie im dritten Viertel aus und kehrte auch nicht in die Partie zurück.
Damit war sie neben den Ausfällen von Caitlin Clark oder Sophie Cunningham und weiteren Fever-Spielerinnen die siebte Akteurin, die Head Coach Stephanie White nicht zur Verfügung stand. "Sie hatte eine Menge Krämpfe in ihrem Unterkörper und ist im Krankenhaus, um Flüssigkeit aufzunehmen", so die Cheftrainerin.
Sims führt Fever in die Verlängerung
Zum wiederholten Mal zeigte ihre Mannschaft einen phänomenalen Kampfgeist und gewann den Schlussabschnitt mit 23:15, um die Partie in die Verlängerung zu retten. Fever-Topscorer Odyssey Sims glich den Spielstand 22,5 Sekunden zum 86:86 aus. Jackie Young und Jewell Loyd verpassten die letzten Chancen der Fever auf einen Finaleinzug in den finalen Sekunden der regulären Spielzeit.
In der Verlängerung machten die heimischen Aces allerdings schnell alles klar. Dreier von Jewell Loyd (8 Punkte) und Chelsea Gray (17) sorgten für eine 5-Punkte-Führung. "A['ja] war zu einem guten Teil Coach Wilson", meinte Aces-Coach Becky Hammon nach der Partie über die Crunchtime.
Obwohl die Gäste die Partie bis in die Schlussminute knapp hielten, behielten Wilson und Young die Nerven an der Freiwurflinie, womit am Ende ein Spielstand heraussprang, der deutlicher aussieht, als es das Spielgeschehen hergab.
Hammon und White schwärmen
"Sie zu coachen war ein absolutes Vergnügen", sagte eine berührte White nach dem Saisonaus über ihre Mannschaft. "Es ist eine unglaubliche Gruppe Frauen. Unfassbar vereint. Sie sind ein großartiges Beispiel dafür, einen Schritt nach dem anderen zu machen, durchzuhalten, neue Leute aufzunehmen, nicht aufzugeben, mit Anmut und Würde aufzutreten und sich für etwas Größeres zu opfern."
Im Finale treffen die Aces auf die Phoenix Mercury um Satou Sabally, die ihre Halbfinalserie mit 3-1 gegen die Minnesota Lynx gewinnen konnten. Tipoff ist in der Nacht auf Samstag um 2 Uhr deutscher Zeit in der Michelob ULTRA Arena in Las Vegas. "Wir haben eine besonderes Team. Ich bin nicht überrascht, dass wir jetzt hier sind. Ich weiß, wie sie gestrickt sind. Wenn ich sauer bin, sind sie das in der Regel auch", sagte Hammon.









