Obwohl Jürgen Klopp mit Abstand einer der erfolgreichsten Trainer der jüngsten Fußballgeschichte ist, sieht er sich selbst nicht mehr in dieser Rolle auf die Bank zurückkehren - zumindest Stand heute. Mit seinem Job bei Red Bull ist er zufrieden, trotz des starken Gegenwinds.
Jürgen Klopp hat eine Rückkehr in das Traineramt einmal mehr ausgeschlossen. Er habe während seiner Pause nach seinem Liverpool-Abschied zwar gewusst, dass er wieder arbeiten würde. "Aber ich wusste auch, dass ich nicht mehr als Trainer arbeiten würde", sagte Klopp im "The Athletic"-Interview.
Auf Nachfrage, ob dies für immer gelte, erklärte Klopp: "Das ist das, was ich denke. Aber man weiß es nie. Ich bin 58. Wenn ich mit 65 wieder anfangen würde, wird jeder sagen: 'Aber du hast gesagt, du würdest es nie wieder tun'. Sorry, aber ich dachte es zu 100 Prozent, als ich es gesagt habe. Das ist das, was ich jetzt denke. Und ich vermisse nichts."
Klopp: Red-Bull-Gegenwind war zu erwarten
Dass ihm nach seiner Unterschrift bei Red Bull vor allem in Deutschland ein kräftiger Gegenwind entgegenwehen würde, war Klopp laut eigener Aussage bewusst.
"Ich wusste es. Ich bin Deutscher. Ich weiß, was die Menschen über die Beteiligung von Red Bull im Fußball denken. Sie lieben Red Bull. In allen Bereichen. Aber im Fußball? Nein", sagte Klopp über die Kritik an seiner beruflichen Entscheidung.
Er verlange nicht, dass andere Menschen mögen, was er tut. Er müsse es einfach "aus den richtigen Gründen" tun. "Und übrigens: In Liverpool sind die Menschen sehr glücklich, dass ich tue, was ich tue, weil ich kein anderes Team coache", bemerkte der 58-Jährige.
Klopp: "Deshalb ist Pep ein Genie und ich nicht"
Der Job als Fußballtrainer habe ihm über mehr als zwei Jahrzehnte alles abverlangt - und auch Schattenseiten gehabt. "Ich war als Trainer in so vielen Ländern und habe nichts gesehen. Nur das Hotel, das Stadion und den Trainingsplatz. Sonst nichts. Das habe ich damals nicht vermisst, aber jetzt würde ich es vermissen."
Er habe all diese Jahren für den Job gelebt, denn: "Ohne diese Einstellung kann man in diesem Geschäft nicht erfolgreich sein." Überhaupt habe er in der gesamten Zeit nur einen Fußballtrainer getroffen, der sich anderen Hobbys widmen konnte: Pep Guardiola.
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"Er hat sein Golf-Handicap mit zunehmendem Alter verbessert. Ich hatte keine verdammte Minute Zeit, um Golf zu spielen. Deshalb ist er ein Genie und ich nicht", scherzte Klopp über seinen früheren Erzrivalen, zudem er stets ein gutes Verhältnis pflegte.



























