Kurz vor dem Deadline Day verkaufte der VfB Stuttgart Nick Woltemade für bis zu 90 Millionen Euro an Newcastle United. Dass der 23-Jährige eine solche Summe auch wert ist, blieb der Angreifer bei der Nationalmannschaft jedoch schuldig. DFB-Sportdirektor Rudi Völler wundert das nicht.
"Ihn belastet das Gesamtpaket", erklärte der 65-Jährige im "Spielmacher"-Podcast von "360Media" und legte nach: "Diese große Summe, für die er jetzt gewechselt ist, das ganze Theater um seinen Abgang beim VfB, das spielt ja alles da rein." Dennoch glaubt Völler, dass sich Woltemade schnell auf der Insel etablieren wird.
"Er wird in Newcastle viele Einsatzzeiten bekommen, wahrscheinlich mehr als beim FC Bayern", ist sich der Weltmeister von 1990 sicher, der beim Angreifer aber noch Luft nach oben sieht: "Es gibt ein paar Dinge, die er verbessern kann. Er muss beim Körperlichen und im Kopfballspiel zulegen. Da ist noch mehr drin, daran muss er arbeiten. Gerade in der Premier League."
Völler versteht Pfiffe gegen Woltemade nicht
Diese Schwächen offenbarte der gebürtige Bremer auch bei seinen Auftritten in den WM-Qualifikationsspielen gegen die Slowakei und Nordirland. Dass der Angreifer bei seiner Auswechslung im Heimspiel vom Kölner Publikum ausgepfiffen wird, kann Völler dennoch nicht nachvollziehen.
"Dass er bei seiner Auswechslung ausgepfiffen wird, finde ich nicht richtig. Das ist der falsche Weg. Damit ziehst du einen Spieler noch weiter runter", kritisierte er. Für seinen Auftritt bei der 0:2-Niederlage in der Slowakei bekam Woltemade von sport.de die Note 5,0. Beim 3:1-Sieg gegen Nordirland lief es mit einer 4,5 nur unwesentlich besser.
Dass es für den Shootingstar nicht immer rund läuft sei aber völlig normal. "Auch im Fußballer-Leben gibt es Rückschläge", ordnete Völler ein und legte mit Blick auf die Monate vor dem Mega-Transfer nach, wo bei Woltemade in Stuttgart als auch in der U21-Nationalelf, mit der er im Sommer EM-Zweiter wurde, nach: "Da hat fast alles funktioniert."
"Er wird das jetzt mitnehmen und sich in Newcastle weiter verbessern", ist sich der DFB-Sportdirektor sicher.





























