Lando Norris und Oscar Piastri geben im ersten Freien Training zum Grand Prix der Niederlande in der Formel 1 den Ton an, Max Verstappen unterläuft ein kurioser Fahrfehler und Ferrari rätselt.
McLaren fährt auch nach Ende der Sommerpause der Formel 1 2025 unbeirrbar dem Gewinn beider Weltmeisterschaften (Fahrer und Konstrukteure) entgegen. Denn im ersten Freien Training zum Grand Prix der Niederlande in Zandvoort hat Lando Norris vor seinem Teamkollegen Oscar Piastri Bestzeit erzielt.
Piastri legte bei bewölktem Himmel, aber auf trockener Fahrbahn eine Zeit von 1:10.570 Minuten vor, die Norris jedoch um 0,292 Sekunden unterbieten konnte. Lance Stroll (Aston Martin) auf Platz 3 hatte bereits 0,501 Sekunden Rückstand. Eine Menge Holz auf einer so kurzen Strecke mit lediglich 70 Sekunden Fahrzeit.
Aston Martin war damit in der ersten Trainingsstunde in Zandvoort die große Überraschung, denn auch Fernando Alonso fuhr als Vierter (+0,563) mitten in die Weltspitze. Vor Alexander Albon (Williams/+ 0,893) und Lokalmatador Max Verstappen (Red Bull/+0,940) auf den Positionen 5 und 6.
Verstappen hatte schon am Donnerstag erklärt, dass er für den Rest der Saison 2025 "nicht wirklich" mehr konkrete Ziele hat - und dass es "eher die schnellen Kurven sind, die uns vom Layout her entgegenkommen. Die langsamen und mittelschnellen Kurven sind für uns schwieriger." Und davon gibt es in Zandvoort zu seinem Leidwesen eine ganze Menge.
Formel 1: Kurioser Zwischenfall um Verstappen
Zum Beispiel Kurve 1, die legendäre Tarzanbocht, in der sich Verstappen kurioserweise ins Kiesbett eingrub, als die Zeit schon abgelaufen war. Nach einer Startübung von der Start-Ziel-Gerade aus untersteuerte Verstappen einfach ins Kiesbett. "Ein seltener Fahrfehler. Er hat den Grip komplett falsch eingeschätzt", wundert sich ORF-Experte Alexander Wurz.
George Russell (Mercedes) belegte den siebten Platz, Charles Leclerc wurde 14. und Lewis Hamilton 15. "Wir sind meilenweit weg. Meilenweit", funkte Leclerc einmal und ordnete so seine 1,673 Sekunden Rückstand auf Norris' Bestzeit ein. Und er seufzte: "Ich denke, mit viel Benzin haben wir noch mehr Probleme."Nico Hülkenberg (Sauber/+1,597) wurde 13., Yuki Tsunoda (Red Bull/+1,848) 16. Und das, obwohl der Japaner nach der Sommerpause mit praktisch identischer Fahrzeugspezifikation wie Verstappen fährt. Der teaminterne Abstand bei Red Bull lag im ersten Training bei 0,908 Sekunden.
Nico Hülkenberg (Sauber/+1,597) wurde 13., Yuki Tsunoda (Red Bull/+1,848) 16. Und das, obwohl der Japaner nach der Sommerpause mit praktisch identischer Fahrzeugspezifikation wie Verstappen fährt. Der teaminterne Abstand bei Red Bull lag im ersten Training bei 0,908 Sekunden.
Die erste rote Flagge (Dauer: sieben Minuten) gab's bereits nach elf Minuten. Dem vorangegangen waren Dreher von Hamilton in Kurve 3 und von Tsunoda in Kurve 11. Für den Abbruch sorgte aber Andrea Kimi Antonelli (Mercedes), als er bei Kurve 9 untersteuerte und geradeaus fuhr. "Zu schnell, zu spät gebremst", analysiert Wurz.
Antonelli erkundigte sich am Boxenfunk noch, ob er die Session fortsetzen kann, doch seinem Renningenieur war da schon klar, dass das Auto nur mit einem LKW zurück an die Box kommen würde. "Das sind diese Old-School-Rennstrecken mit dem Kiesbett. Da kommst du nicht mehr zurück", erklärt Wurz.
Laut "Sky"-Experte Ralf Schumacher für Antonelli ein "denkbar unschöner Start nach der Sommerpause. Er war ja nicht ganz so zufrieden, wobei es ja ein bisschen bergauf ging mit der neuen Hinterradabhängung. Gerade jetzt rauszufahren, anstatt die Runden zu sammeln ... Aber das ist halt die Abteilung Jugend forscht. Wir sagen es oft, wenn man einen jungen Fahrer nimmt, der wenig testen kann in der Saison, der macht halt einfach Fehler. Das gehört einfach zum Geschäft dazu."


