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Nach Debakel in Frankfurt

Grün-weiße Tristesse: Werder Bremen fürchtet den Absturz

Bei Werder Bremen herrscht Alarmstimmung
Bei Werder Bremen herrscht Alarmstimmung
Foto: © IMAGO/Malte Ossowski/SVEN SIMON
24. August 2025, 10:48
sport.de
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Schlechter hätte der Saisonstart für Werder Bremen kaum laufen können. Nach dem völlig verkorksten Bundesliga-Auftakt bei Eintracht Frankfurt herrscht rund um den Verein bereits Endzeitstimmung. Dafür verantwortlich sind das unglaubliche Verletzungspech der Hanseaten und die irritierende Passivität der Verantwortlichen auf dem Transfermarkt. Die Suppe auslöffeln, muss der neue Trainer Horst Steffen.

Am 17. Mai war die grün-weiße Welt noch in Ordnung. Zwar wusste man bei Werder Bremen bereits seit dem 33. Spieltag, dass es mit der ersehnten Rückkehr ins internationale Geschäft auch diesmal nicht geklappt hatte, weniger motiviert war das Team im abschließenden Match beim 1. FC Heidenheim deshalb aber nicht.

Ein souveräner 4:1-Erfolg auf der Ostalb bedeutete Platz acht in der Abschlusstabelle, nur ein Punkt fehlte schlussendlich für den Europapokal. Die Fans feierten die Mannschaft und Trainer Ole Werner gebührend, obwohl den Hauptdarstellern nicht nach Jubeln zumute war. Zu knapp wurde der große Traum verfehlt.

99 Tage sind seither ins Land gezogen - und der Wind an der Weser hat sich komplett gedreht. Werder hat den Saisonstart nach einem denkbar verkorksten Sommer in den Sand gesetzt, im Umfeld wächst spätestens nach dem deprimierenden 1:4 bei Eintracht Frankfurt die Sorge vor der Rückkehr des Abstiegsgespenstes.


Die Highlights von Eintracht Frankfurt vs. Werder Bremen - hier streamen auf RTL+


Keine Spur von Aufbruchstimmung oder gar Euphorie, überall wird über die Ursachen der Misere, die im Pokal-Aus bei Zweitligist Arminia Bielefeld in der Vorwoche einen ersten Tiefpunkt fand, diskutiert. Dabei stechen zwei Faktoren ins Auge: das extreme Verletzungspech und der Transferstau.

Video:

Das Werder-Lazarett wächst und wächst

Mit entsprechend großen Sorgen war der neue Werder-Coach Horst Steffen in sein Bundesliga-Abenteuer gestartet.

"Wenn unglückliche Dinge zusammen kommen, dann ist das nicht schön. Es ist unglücklich gelaufen mit einigen Verletzungen", resümierte der Nachfolger von Ole Werner schon vor dem Gastspiel bei Champions-League-Teilnehmer Eintracht Frankfurt.

Kurz zuvor hatte der aus Elversberg gekommene 56-Jährige im Training den nächsten Rückschlag hinnehmen müssen: Außenverteidiger Olivier Deman brach sich bei einem Zusammenprall mit dem Torpfosten den Außenknöchel.

Der Belgier reihte sich damit in eine prominente Verletztenliste ein. Potenzielle Stammspieler wie Mitchell Weiser (Kreuzbandriss), Jens Stage (Belastungsreaktion im Mittelfuß), Amos Pieper (Hüftprobleme) und Neuzugang Maximilian Wöber (Oberschenkelverletzung) stehen zum Saisonstart ebenfalls nicht zur Verfügung.

Gleichzeitig waren die Bremer Kaderplaner um Clemens Fritz und Peter Niemeyer auf dem Transfermarkt bislang kaum erfolgreich. Neben Wöber wurde einzig Offensivjuwel Samuel Mbangula verpflichtet, der Belgier kostete zehn Millionen Euro - die zweithöchste Ablöse der Vereinsgeschichte.

Im Gegenzug verließen acht (!) Akteure, die 2024/25 noch fest zum Profikader zählten, den Klub. Darunter Leistungsträger wie Keeper Michael Zetterer und Topscorer Marvin Ducksch, für die bislang kein Ersatz präsentiert wurde. Immer wieder verbiss man sich in Spielern, die sich schlussendlich anders entschieden.

Kroos sieht "ganz großes Problem" bei Werder

Kein Wunder, dass die Kritik rund ums Weserstadion zunimmt. Der frühere Bremer Felix Kroos sprach im Interview mit RTL/ntv und sport.de von einer "negativ behafteten Stimmung".

Auch Kroos weiß, dass sein ehemaliger Mitspieler Fritz bis zum Deadline Day noch eine Menge Arbeit vor sich hat. 

"Das Problem für mich ganz klar, dass ihnen ein Stürmer fehlt. Jemand, der dir zumindest mit hoher Wahrscheinlichkeit mal 15 Tore pro Saison schießt. Den haben sie nicht, das ist ein ganz großes Problem", legte er den Finger in die Wunde.

Damit sprach Kroos vielen SVW-Anhängern aus der Seele, zumal das Startprogramm in der Bundesliga knüppelhart ist: Nach Frankfurt folgen Duelle mit Bayer Leverkusen (H), Borussia Mönchengladbach (A), dem SC Freiburg (H) und dem FC Bayern (A).

Hoffnungsschimmer gibt's derzeit wenige, am ehesten dürften wohl Zugänge helfen, die Werder-Fans aus ihrem Jammertal zu hieven und die Ordnung in der grün-weißen Welt wiederherzustellen. Viel Zeit bleibt Fritz und Co. dafür freilich nicht mehr.

22. Spieltag
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  • Tabelle
SV Werder Bremen
SV Werder Bremen
SV Werder
0
0
FC Bayern München
FC Bayern München
FC Bayern
3
2
15:30
Sa, 14.02.
Beendet
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
Hoffenheim
3
0
SC Freiburg
SC Freiburg
Freiburg
0
0
15:30
Sa, 14.02.
Beendet
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
E. Frankfurt
3
2
Bor. Mönchengladbach
Bor. Mönchengladbach
M'gladbach
0
0
15:30
Sa, 14.02.
Beendet
Hamburger SV
Hamburger SV
Hamburger SV
3
2
1. FC Union Berlin
1. FC Union Berlin
Union Berlin
2
1
15:30
Sa, 14.02.
Beendet
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
Leverkusen
4
2
FC St. Pauli
FC St. Pauli
St. Pauli
0
0
15:30
Sa, 14.02.
Beendet
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
Stuttgart
3
1
1. FC Köln
1. FC Köln
1. FC Köln
1
0
18:30
Sa, 14.02.
Beendet
FC Augsburg
FC Augsburg
Augsburg
0
0
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
Heidenheim
0
0
15:30
So, 15.02.
Pause
RB Leipzig
RB Leipzig
RB Leipzig
0
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
Wolfsburg
0
17:30
So, 15.02.
#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1FC Bayern MünchenFC Bayern MünchenFC Bayern22183182:196357
2Borussia DortmundBorussia DortmundBVB22156147:202751
3TSG HoffenheimTSG HoffenheimHoffenheim22143547:281945
4VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgart22133641:291242
5Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusen21123643:271639
6RB LeipzigRB LeipzigRB Leipzig21123640:281239
7Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtE. Frankfurt2287744:46-231
8SC FreiburgSC FreiburgFreiburg2286832:36-430
9Hamburger SVHamburger SVHamburger SV2167824:31-725
101. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion Berlin2267928:37-925
111. FC Köln1. FC Köln1. FC Köln22651131:37-623
12FC AugsburgFC AugsburgAugsburg22651124:39-1523
13Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbach22571025:37-1222
141. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 0522561125:37-1221
15VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburg21541229:44-1519
16SV Werder BremenSV Werder BremenSV Werder22471122:42-2019
17FC St. PauliFC St. PauliSt. Pauli22451320:39-1917
181. FC Heidenheim 18461. FC Heidenheim 1846Heidenheim22351419:47-2814
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#Spieler11mTore
1FC Bayern MünchenHarry Kane926
2FC Bayern MünchenLuis Díaz013
3VfB StuttgartDeniz Undav012
4Borussia DortmundSerhou Guirassy111
5FC Bayern MünchenMichael Olise010
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