Der erste Auftritt von Leroy Sané im Trikot von Galatasaray war am Freitag noch nicht die erhoffte Show. In der Türkei regte sich direkt erste Kritik am Flügelstürmer, der ablösefrei vom FC Bayern kam. Rückendeckung gab es derweil von Trainer Okan Buruk.
Nach dem blassen Debüt von Leroy Sané beim 3:0-Erfolg von Galatasaray gegen Gaziantep war der Übungsleiter schnell bemüht, die Erwartungshaltung zu dämpfen.
Es sei völlig klar, dass der Hoffnungsträger "noch in der Eingewöhnung" stecke, machte Buruk deutlich. "Aber phasenweise sah man, was er kann. Bald wird er das voll abrufen", zeigte sich der Gala-Coach überzeugt.
Beim Auftakt der Süper Lig hatte Sané zuvor 90 Minuten auf dem Platz gestanden. Der 29-Jährige stürmte über den linken Flügel, seine drei Torschüsse verfehlten allesamt das Ziel. Zudem leistete sich Sané insgesamt 19 Ballverluste. In die Kombinationen des amtierenden Meisters war er noch nicht vollends integriert.
Die türkische Medienlandschaft zeigte sich wenig beeindruckt vom Sommer-Neuzugang. Der Angreifer "war weit von seiner erwarteten Leistung entfernt", schrieb die Zeitung "Sabah".
FC Bayern lässt Leroy Sané ablösefrei ziehen
Doch die heimische Liga ist ohnehin der Maßstab, an dem man in Istanbul den Erfolg des Sané-Transfers messen will. Die großen Ziele liegen in der Champions League.
"Er kennt diesen Wettbewerb und weiß, was wir dort erreichen wollen. Seine Erfahrung ist für uns sehr wertvoll", erklärte Buruk mit Blick auf die Königsklasse.
Das erklärte Ziel von Galatasaray ist das Viertelfinale. Die Runde der letzten acht Mannschaften hatte der Verein zuletzt in der Saison 2012/13 erreicht. Damals war dort gegen Real Madrid Schluss.
Es heißt, mindestens bis zum Beginn der Ligaphase in der Champions League laufe deshalb noch eine gewisse Schonfrist.
Sané hatte im Sommer dem FC Bayern nach fünf Jahren den Rücken gekehrt und war an den Bosporus gewechselt. In der Türkei hat er einen lukrativen Dreijahresvertrag unterschrieben. Rund neun Millionen Euro streicht er bei Galatasaray angeblich netto ein.




























