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"Sind bereit": Hockey-Frauen wollen bei Heim-EM angreifen

Janneke Schopman trainiert die deutschen Feldhockey-Frauen bei der EM
Janneke Schopman trainiert die deutschen Feldhockey-Frauen bei der EM
Foto: © IMAGO/Axel Kaste
07. August 2025, 13:54

Die Hockey-Nationalmannschaft der Frauen startet nach schwierigen Wochen in die Heim-EM. Es wird die erste echte Bewährungsprobe nach dem postolympischen Umbruch.

Janneke Schopman möchte den deutschen Hockey-Frauen ein bisschen von ihrem niederländischen Sieger-Gen mitgeben. "Wir sind bereit, es mit jedem Gegner aufzunehmen", sagte die Bundestrainerin kurz vor dem Start in die Europameisterschaft. Denn wenn es auf dem blauen Kunstrasen im berühmten Mönchengladbacher Hockeypark ab Samstag dann endlich zur Sache geht, will die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) am liebsten wieder ganz oben angreifen - den schwierigen Wochen zum Trotz.

Schließlich liegen harte Monate hinter den "Danas", die sich zuletzt 2013 mit dem EM-Titel krönten. So durfte Schopman, erst seit November im Amt, als erste Aufgabe gleich die große Rücktrittswelle nach den Olympischen Spielen von Paris managen. Ohne Kapitänin Nike Lorenz oder die routinierte Anne Schröder in das neue Jahr? Kein Problem - oder? Sicherlich "wir haben ein neues Team, wir haben ein junges Team", stellte Schopman klar, "aber wir haben auch Erfahrung".

Ein wenig davon hat sich das Team ohne Lorenz und Co. auch gemeinsam schon erspielt, wenn auch mühsam. Denn nach dem Rücktritt von gleich fünf Leistungsträgerinnen lief es sportlich erstmal nicht: Am letzten Spieltag sicherte sich die Mannschaft in der Pro League noch den Klassenerhalt.

Auch deswegen sei sie "nicht damit beschäftigt, hohe Erwartungen an das Team zu stellen", betonte Schopman: "Aber wir können Hockey spielen, und ich denke wir haben das auch bewiesen". Denn trotz aller Zurückhaltung ist die Marschroute ganz klar für die 48-Jährige, die im Hockey selbst schon alles gewonnen hat: "Wir sind hier um jedes Spiel zu spielen - und auch jedes Spiel zu gewinnen".

Feldhockey-EM: Deutscher Sieg im ersten Gruppenspiel essenziell

"Wir wissen um die Gruppengegner", betonte auch Lisa Nolte, die als Co-Kapitänin gemeinsam mit Linnea Weidemann das Erbe von Lorenz antritt: "Wir wollen dennoch unbedingt ins Halbfinale kommen", eigentlich "am liebsten ins Finale". Gegen Auftaktgegner Frankreich am Samstag (18.00 Uhr/MagentaSport) soll die Mannschaft nun vorlegen, danach "werden wir sehen, was in den nächsten Spielen passiert", so Schopman. Sie lasse sich nicht sagen, "dass wir das nicht können oder dass wir zu jung sind".

Eins jedoch ist klar: Ein Sieg im ersten Duell ist fast notwendig - schließlich wartet anschließend in der Gruppe A der absolute Topfavorit aus den Niederlanden, der mit Olympia-, WM- und EM-Gold die drei größten Titel innehat. Vor allem für Schopman ein besonderes Duell - die deutsche Nationalhymne werde sie übrigens "im Kopf mitsingen", bat sie um Verständnis, ansonsten aber sei das Duell einfach "die große Herausforderung. Nicht mehr und nicht weniger".

Der allgemeine Wunsch der Bundestrainerin ist ohnehin denkbar einfach. "Ich möchte einfach, dass wir Hockey spielen". Denn wenn der Pfiff ertönt, "gibt man einfach sein Bestes - das ist das Einzige, was ich wirklich will."

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