Die Las Vegas Raiders haben Christian Wilkins am Donnerstag vor die Tür gesetzt. Die Meldung schlug in der NFL hohe Wellen. Aus Sicht von Head Coach Pete Carroll war das Vorgehen seines Teams aber alternativlos.
Während die Wilkins-Entlassung für die restliche NFL-Gemeinde überraschend kam, war sie laut Carroll in Wirklichkeit das Resultat eines intensiven Prozesses.
"Wir haben lange gebraucht, um eine Entscheidung zu treffen", versicherte der Raiders-Coach am Freitag. "Wir haben die ganze Sache aufmerksam verfolgt. Wir haben uns in unseren Aussagen ganz klar ausgedrückt. Ich glaube, es gab keinen klaren Weg für seine Rückkehr, deshalb mussten wir einfach [ohne ihn] weitermachen."
Wilkins zog sich im vergangenen Oktober einen Jones-Bruch im linken Fuß zu und wurde in der Folge operiert. Die Raiders drängten den Defensive Tackle derweil zu einem weiteren Eingriff. Da der 29-Jährige diesen Vorschlag ablehnte, strich sein Team schon am 4. Juni die restlichen Garantien - 35,2 Millionen Dollar - aus seinem Vertrag. Am Donnerstag erfolgte dann schließlich der Rauswurf.
NFL-Team hat "extrem hohe Erwartungen"
In Carrolls Augen war dieser Schritt unumgänglich, weil Wilkins nicht alles dafür getan habe, um so schnell wie möglich wieder auf dem Feld stehen zu können. "Wir haben extrem hohe Erwartungen. Ich wüsste gar keinen anderen Weg", bekräftigte der langjährige Trainer der Seattle Seahawks mit Blick auf Wilkins' Entlassung. "Entweder man gibt alles oder man gibt es nicht. Wir packen es an. Diese Jungs ziehen mit. Sie verstehen es."
Zugleich erhöhte der Raiders-Coach den Druck auf die verbliebenen Defense-Spieler und sprach von einem "vollkommen offenen" Konkurrenzkampf. Außerdem ließ er durchblicken, dass Edge Rusher Tyree Wilson in Zukunft einen Teil von Wilkins' Aufgaben übernehmen wird.
"Ich verlasse mich darauf, dass [Wilson] Großartiges leisten wird", sagte Carroll.



































