Formel-1-Rennstall Alpine wird auch beim anstehenden Rennen in Belgien auf Franco Colapinto setzen. Auch in Ungarn wird der Argentinier noch im Cockpit sitzen. Liefert er an den beiden Wochenenden nicht ab, muss er seinen Platz ziemlich sicher räumen. Das aber womöglich nicht für Valtteri Bottas, sondern für einen weiteren Youngster.
Franco Colapinto bekommt offenbar noch zwei Chancen, sein Cockpit bei Alpine zu retten. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend. Demnach haben Flavio Briatore und Co. sich dazu entschlossen, den jungen Argentinier in Belgien (u.a. live im Free-TV bei RTL) und Ungarn noch einmal hinter das Steuer zu setzen.
Berichtet wird allerdings, dass diese beiden Rennen lediglich gleichbedeutend mit einer Galgenfrist sind. Bedeutet: Zeigt Colapinto in den beiden letzten Rennen vor der Sommerpause nicht endlich einen klar erkennbaren Aufwärtstrend, läuft seine Zeit beim französischen Rennstall ab.
Der 22-jährige Südamerikaner hatte Jack Doohan nach dem Miami-GP ersetzt. In seinen ersten sechs Rennen für Alpine konnte er sich allerdings nicht auszeichnen. Im Gegenteil: Colapinto leistete sich mehrere schwere Patzer und sorgte für Reparaturkosten. Punkte holte er bis zum jetzigen Zeitpunkt keine.
Kassiert Bottas eine Alpine-Absage?
Wer im Fall eines Rauswurfs bei Alpine auf Colapinto folgen könnte, ist nicht ganz klar. Eigentlich standen sämtliche Zeichen schon auf Valtteri Bottas, mit dem bereits Gespräche geführt wurden. Mercedes-Teamchef Toto Wolff gab seinem Reservefahrer zudem öffentlich grünes Licht für einen Wechsel zu den Franzosen.
Laut Angaben des Portals "GP Blog" wird Alpine aber eher auf Nachwuchsfahrer Paul Aron setzen. Der 21-Jährige wurde in der vergangenen Formel-2-Saison Zweiter der Gesamtwertung und steht aktuell bei den Franzosen als Ersatz- und bei Sauber als Testfahrer unter Vertrag. Er wäre nach Doohan (22) und Colapinto der dritte Youngster, dem Flavio Briatore und Co. in der laufenden Formel-1-Saison eine Chance geben würden.


