Nick Kyrgios ist für Klartext bekannt. Nun knöpft er sich Novak Djokovic und die Änderungen in Wimbledon vor.
Tennis-Bad-Boy Nick Kyrgios sieht das Ende der Karriere von seinem Buddy Novak Djokovic herbeiziehen. Die neuen Sheriffs in der Stadt?
"Ich denke, dass Carlos Alcaraz und Jannik Sinner diesen Sport in den kommenden zehn bis 15 Jahren tragen werden", sagte Kyrgios bei "Eurosport".
"Ich sage das nur ungern", erklärte der 30-Jährige, aber seiner Meinung nach befinde sich die Karriere von Djokovic, zu dem er eine gute Beziehung pflegt, "in den letzten Zügen".
Der Serbe sei zwar immer noch "ein erstaunlicher Spieler" und "auf höchstem Niveau konkurrenzfähig", aber Kyrgios sei sich nicht sicher, "wie lange noch".
Duo Sinner und Alcaraz übernimmt die Tennis-Welt
"Zehn bis 15 Jahre lang" werde das Duo Sinner/Alcaraz den Sport prägen. Bereits das Finale der French Open zwischen den beiden war episch. "Es war eines der hochkarätigsten Finals, die der Sport jemals gesehen hat", so Kyrgios.
Am Freitag treffen Djokovic und Sinner im Wimbledon-Halbfinale und Generationenduell aufeinander.
Kyrgios äußerte sich jüngst zudem über die Änderungen beim diesjährigen Turnier in London. Seit diesem Jahr gibt es keine Linienrichter mehr. Stattdessen übernimmt das elektronische System samt KI vollständig. Davon ist der Australier not amused.
Wimbledon sei "die Champions League des Tennissports - es ist das beste Turnier, das wir haben, und wir hatten so ziemlich in jedem Match eine Panne", nagelte er in seinem Podcast "Whistleblowers" für die "Daily Mail".
Tenor: Das Ganze sei "eine absolute Shitshow". "Vielleicht sollte Wimbledon einfach eines der Turniere sein, bei denen sich die Traditionen nie ändern. Man hat Linienrichter und man hat Challenges."
Für ihn sei es zwar ok, dass sich der Sport weiterentwickelt, "aber das ist unsere größte Veranstaltung und wir haben immer noch diese Pannen", kritisierte Kyrgios.
Kyrgios: "War eine Katastrophe"
Im Verlauf des Turniers gab es mehrere Pannen, die die Veranstalter auf menschliches Versagen zurückführten, weil das System während des Ballwechsels deaktiviert worden sein.
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"Was ist mit Leuten wie mir und John McEnroe? Unsere besten Momente stammen von Konflikten mit Linienrichtern", sagte Kyrgios. "Ich habe das Gefühl, dass Wimbledon es einfach so eingeführt hat und es eine Katastrophe war."
Der einstige Wimbledon-Finalist musste die Rasensaison in diesem Jahr schon im Juni für sich abhaken. Der Australier, seit Jahren von verschiedenen Verletzungen geplagt, wird erneut gesundheitsbedingt ausgebremst und verpasste das Jahreshighlight in London zum dritten Mal in Folge.
Kyrgios ist mittlerweile auf Rang 633 der Weltrangliste abgerutscht. Zuletzt hatte er im März in Miami einen Comebackversuch gestartet. Auch zu einer zunächst geplanten Teilnahme im Doppel bei den French Open kam es nicht.








