Die größten Baustellen der Bundesligisten
Die Hinrunde der Fußball-Bundesliga neigt sich ihrem Ende entgegen. Grund genug, um die Baustellen der 18 Vereine um den FC Bayern und BVB unter die Lupe zu nehmen. Wo haben die Klubs Probleme? In welchen Bereichen besteht Handlungsbedarf? Hier kommt die Antwort:
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Die größten Baustellen der Bundesligisten
Die Hinrunde der Fußball-Bundesliga neigt sich ihrem Ende entgegen. Grund genug, um die Baustellen der 18 Vereine unter die Lupe zu nehmen. Wo haben die Klubs Probleme? In welchen Bereichen besteht Handlungsbedarf? Hier kommt die Antwort:
Greuther Fürth: Der ganze Kader
Der Kader von Greuther Fürth gleicht einer einzigen Baustelle. Nur ein Punkt aus den ersten 13 Partien zeigt: Das Kleeblatt ist nicht erstligatauglich. Dass Manager Rachid Azzouzi und Trainer Stefan Leitl das Ruder in dieser Saison noch rumreißen können, ist nur schwer zu glauben.
Arminia Bielefeld: Die Offensive
Mit gerade einmal neun Toren stellt Arminia Bielefeld um Fabian Klos die harmloseste Offensive der Bundesliga. Soll auch in dieser Saison der Klassenerhalt gelingen, müssen die Ostwestfalen in diesem Mannschaftsteil dringend nachbessern. DSC-Sportgeschäftsführer Samir Arabi hat Wintertransfers bereits ins Spiel gebracht.
FC Augsburg: Engpass im Abwehrzentrum
Der FC Augsburg muss aktuell auf gleich vier Innenverteidiger verzichten. Aufgrund dessen mussten zuletzt Rechtsverteidiger Robert Gumny sowie Ersatzmann Frederik Winther im Abwehrzentrum aushelfen. Auch wenn der Bayern-Sieg etwas Aufwind gab, bereitet die Situation in der Verteidigung Sorgen.
VfB Stuttgart: Das große Lazarett
Seit Saisonbeginn muss der VfB Stuttgart auf zahlreiche Stammkräfte verzichten. Besonders der lange Ausfall von Torjäger Sasa Kalajdzic ist für die Schwaben extrem schmerzhaft. Immerhin konnte Silas nach seinem Kreuzbandriss zuletzt sein Comeback feiern.
Hertha BSC: Große Ambitionen, großes Chaos
Hertha BSC ist auch in dieser Spielzeit mit großen Ambitionen gestartet, doch schon wieder fallen die Berliner eher durch Chaos im Verein als durch ihre sportlichen Leistungen auf. Nach dem schwachen Saisonauftakt musste Trainer Pál Dárdai gehen. Tayfun Korkut soll nun für die Wende sorgen. Hierfür müssen die Herthaner aber endlich Ruhe in den Klub bekommen.
VfL Bochum: Mangelnde Torgefahr und die Auswärtsschwäche
Dass der VfL Bochum mit nur einem geschossenen Tor mehr (12) als Greuther Fürth (11) ganze 15 Punkte mehr als die Kleeblätter auf dem Konto hat, ist eine äußerst kuriose Statistik. Der monatelange Ausfall von Angreifer Simon Zoller dürften dem Revierklub trotzdem noch Probleme bereiten. Zudem müssen die Bochumer ihre Auswärtsschwäche (3 Punkte) in den Griff bekommen.
Eintracht Frankfurt: Sorgen um Rodes Karriere
Über Wochen bereitete die schwache Offensive Eintracht Frankfurt Probleme. Inzwischen ist hier ein positiver Trend erkennbar. Diesen erhofft sich auch Kapitän Sebastian Rode bei seinen Knieproblemen. In der laufenden Saison verpasste der Routinier schon elf Pflichtspiele, selbst ein Karriereende stand zuletzt im Raum. Für Eintracht Frankfurt wäre dies ein schwerer Schlag.
Borussia Mönchengladbach: Pikante Personalsituationen
Das furiose 5:0 im DFB-Pokal gegen den FC Bayern täuscht über eine schwierige Gladbacher Saison hinweg. In der Bundesliga ist die Fohlen elf äußerst inkonstant. Zudem kommt die Offensive noch nicht an die Leistungen der Vorjahre heran. Dazu droht Gladbach der Verlust zahlreicher Stammspieler wie Matthias Ginter oder Denis Zakaria. Viel Arbeit also für Manager Max Eberl!
1. FC Köln: Abhängigkeit von Modeste
Trotz der guten Hinrunde haben die Kölner noch einige Baustellen zu beheben. Zum einen wäre da die Abhängigkeit von Anthony Modeste. Der Torjäger war fast an der Hälfte der bisherigen Bundesliga-Tore beteiligt. Zudem muss sich der FC noch in der Defensive sowie bei Auswärtsspielen besser anstellen.
1. FSV Mainz 05: Mangelnde Kreativität im Angriff
Nach dem starken Saisonstart musste Mainz 05 in den vergangenen Wochen etwas Federn lassen, was unter anderem an mangelnder Kreativität im Angriff lag. Zudem konnten mit Jonathan Burkardt (6) und Marcus Ingvartsen (2) erst zwei Spieler mehr als einen Treffer erzielen.
RB Leipzig: Das fehlende Konzept
Im Sommer durfte Jesse Marsch Julian Nagelsmann bei RB Leipzig beerben, ein klares Konzept ist bei den Sachsen aber noch nicht zu erkennen. Viel zu oft agiert das Team der US-Amerikaners in der Offensive ohne Struktur. Bis zur Winterpause muss Marsch dringend Ergebnisse liefern.
VfL Wolfsburg: Die Ladehemmungen
In der laufenden Saison gelangen dem VfL Wolfsburg nie mehr als zwei Tore. Mit 15 Treffern sind die Niedersachsen das ungefährlichste Team der Top 12. Einzig auf Wout Weghorst (5 Tore), der zwischenzeitlich wegen einer Coronainfektion fehlte, ist in der Offensive Verlass.
Union Berlin: Kruses Torflaute
Bei der jüngsten Niederlage gegen Eintracht Frankfurt erzielte Max Kruse seinen erst zweiten Treffer der laufenden Bundesliga-Saison. Zum Vergleich: In der vergangenen Saison hatte der Angreifer zum selben Zeit punkt bereits 6 Tore erzielt. Auch wenn Trainer Urs Fischer immer wieder Kruses Wichtigkeit für das gesamte Spiel betonte, besitzt der Routinier definitiv noch Steigerungspotenzial.
TSG Hoffenheim: Die konstante Inkonstanz
Kaum ein Team kämpft gegen so starke Leistungsschwankungen an wie die TSG Hoffenheim. Mal spielt die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß wie ein sicherer Europapokal-Aspirant, mal wie ein bestenfalls unterdurchschnittlicher Bundesligist. In den kommenden Monaten müssen die Hoffenheimer mehr Konstanz in ihr Spiel bekommen.
SC Freiburg: Der fehlende Knipser
Der SC Freiburg gehört zu den positiven Überraschungen dieser Bundesliga-Saison. Echte Baustellen muss Trainer Christian Streich also nicht beheben. Einzig ein echter Torjäger fehlt den Breisgauern im Team. So konnte bislang kein Spieler mehr als drei Tore erzielen.
Bayer Leverkusen: Schwierigkeiten gegen die Großen
So gut die Saison von Bayer Leverkusen bislang ist, so anfällig präsentierten sich die Rheinländer gegen die direkten Konkurrenten FC Bayern und Borussia Dortmund. Null Punkte sowie 4:9 Tore in den beiden Duellen zeigen, dass die Werkself nicht auf dem Niveau der beiden Schwergewichte ist.
Borussia Dortmund: Die Kaderbreite
In den vergangenen Wochen musste der BVB auf zahlreiche verletzte Spieler verzichten. Der zweite Anzug konnte aber nur selten überzeugen. Spieler wie Nico Schulz oder Marius Wolf reichen nicht aus, um die Saisonziele zu erreichen. Das wissen die Schwarz-Gelben spätestens seit dem schmerzhaften Aus in der Champions League.
FC Bayern: Die anfällige Defensive
Der FC Bayern hat die mit Abstand gefährlichste Offensive der Bundesliga, doch die Defensive macht wie in der letzten Saison Probleme. Besonders die rechte Abwehrseite, die zumeist Benjamin Pavard bekleidet, gilt als Problemzone. Aufgrund dessen halten sich Gerüchte, dass der FC Bayern hier noch einmal nachlegen könnte.