Der DFB-Kader im großen Formcheck
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Der DFB-Kader im großen Formcheck
Die Länderspiele gegen die Schweiz (Freitag, ab 20:15 Uhr, LIVE bei RTL) und am Montag in Stuttgart gegen Ghana (20:45 Uhr) sind laut Bundestrainer Julian Nagelsmann schon ein satter Fingerzeig. Mit guten Leistungen dürfte der ein oder andere Star sein WM-Ticket bereits buchen können. Aber wie sind die Nominierten in Form?
TOR: Oliver Baumann (TSG Hoffenheim)
Dürfte bei der WM mit 35 Jahren sein Debüt als Nummer eins bei einem Großereignis geben und ist auch in den Testspielen gesetzt. In der Liga lief es zuletzt allerdings nicht rund: Seit fünf Spielen, vier davon gegen Kellerklubs, stand die Null nicht mehr. Beim 0:5 gegen RB Leipzig präsentierte sich Baumann zudem zuletzt nicht gerade sattelfest.
Alexander Nübel (VfB Stuttgart)
Nübels zehn Zu-Null-Spiele in der Liga toppt nur BVB-Keeper Gregor Kobel. Auch in den jüngsten Spielen unterliefen dem 29-Jährigen keine groben Fehler.
Jonas Urbig (FC Bayern)
Nagelsmann nominierte mit Urbig eine typische Nummer drei. Der 22-Jährige vertritt beim FC Bayern regelmäßig Routinier Manuel Neuer und überzeugt dabei auch in großen Spielen. Der Aufenthalt beim DFB, und womöglich der WM, läuft aber dennoch unter dem Label "Erfahrung sammeln".
DEFENSIVE: Jonathan Tah (FC Bayern)
Fehlte dem FC Bayern zuletzt aufgrund einer Gelbsperre. Steht er auf dem Rasen, ist Tah 2025/26 allerdings der Inbegriff der Zuverlässigkeit. Dürfte in dieser Form auch beim DFB gesetzt sein.
Nico Schlotterbeck (BVB)
Von der Schwächephase im Dezember ist längst keine Rede mehr. Schlotterbeck präsentierte sich im BVB-Dress zuletzt konstant auf hohem Niveau. Seit dem Jahreswechsel erzielte der 26-Jährige zudem schon drei Tore.
Waldemar Anton (BVB)
Sieht man von zwei verletzungsbedingten Ausfällen ab, verpasste Anton beim BVB in der Liga keine Sekunde. Der 29-Jährige zeigt zuverlässig starke Leistungen und gewann über 60 Prozent seiner Zweikämpfe.
Antonio Rüdiger (Real Madrid)
Hat sich trotz enormer Konkurrenz nach seinen Verletzungsproblemen schnell wieder in die Stammformation von Real Madrid gespielt. Würde Rüdiger nicht immer wieder durch etwaiges Fehlverhalten auffallen, wäre er mehr als der von Nagelsmann gelobte Emotional Leader. So droht trotz guter Werte ein Bankplatz beim DFB.
Nathaniel Brown (Eintracht Frankfurt)
Der schnellste Spieler im DFB-Team trumpfte beim 1:2 der Frankfurter gegen Mainz jüngst mit seinem vierten Saisontor auf, musste aufgrund körperlicher Probleme allerdings zur Halbzeit ausgewechselt werden.
Joshua Kimmich (FC Bayern)
Weder beim FC Bayern noch in der DFB-Auswahl führt ein Weg an Kimmich vorbei. Offen ist allerdings, wie problemlos sich Kimmich von seiner Münchner Stammposition im zentralen Mittelfeld auf seinen DFB-Posten als Rechtsverteidiger umstellen kann.
David Raum (RB Leipzig)
Leipzigs Kapitän hat sich mit dem Jahreswechsel noch einmal deutlich gesteigert und in elf Ligaspielen satte fünf Vorlagen (1 Tor) geliefert - Raums Form passt.
Josha Vagnoman (VfB Stuttgart)
Vagnoman laborierte zuletzt an Oberschenkelproblemen, war in den Spielen davor aber auch nicht beim VfB Stuttgart gesetzt. Stand zuletzt Ende Februar in der Startformation, als Stuttgart gegen Heidenheim (3:3) und Glasgow (0:1) enttäuschte.
Malick Thiaw (Newcastle United)
Auch Thiaw dürfte nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzen. Der Verteidiger stand in der Champions League beim 2:7-Debakel gegen Barcelona 90 Minuten auf dem Rasen und fand sich in der Liga anschließend beim 1:2 gegen Sunderland auf der Bank wieder.
Leon Goretzka (FC Bayern)
Goretzka pendelt beim FC Bayern zwischen Startformation und Bank, für die WM hat ihm Nagelsmann allerdings eine führende Rolle in Aussicht gestellt. Dass er dazu in der Lage ist, steht außer Frage: Bei seinen letzten drei Starts in der Liga war Goretzka jeweils an einem Tor beteiligt (1 Tor/2 Vorlagen).
Anton Stach (Leeds United)
Stach dümpelt mit Leeds im Tabellenkeller der Premier League. Wenn ein Abstiegskandidat in den letzten fünf Partien aber nur drei Gegentore kassiert, ist das auch der Konstante im defensiven Mittelfeld zu verdanken. Dies ist bei Leeds Anton Stach, der sich so nach längerer Pause eine Einladung zum DFB-Team verdient hat.
Angelo Stiller (VfB Stuttgart)
Stiller wurde für den verletzten Aleksandar Pavlovic nachnominiert und wird nun versuchen, seine Chance zu nutzen. Beim VfB Stuttgart ist er seit Jahren unumstritten, bei Nagelsmann hingegen zuletzt selten Gast.
Pascal Groß (Brighton & Hove Albion)
Beim BVB immer mehr außen vor, kehrte Groß im Januar nach England zu Brighton & Hove Albion zurück. Dort ist der Routinier wieder gesetzt und führte die Seagulls zuletzt sogar als Kapitän aufs Feld. Mit Groß als Stabilisator gewann Brighton vier der letzten fünf Spiele - zuletzt rang man Meister Liverpool mit 2:1 nieder.
OFFENSIVE: Serge Gnabry (FC Bayern)
Gnabry hat die Empfehlung eines Doppelpacks gegen Union Berlin im Gepäck. Der 30-Jährige kommt trotz enormer Konkurrenz 2025/26 schon wieder auf zehn Tore und zehn Assists für den FC Bayern.
Kai Havertz (FC Arsenal)
Havertz kämpft sich derzeit nach einer Verletzung zurück, großen Einfluss auf das Spiel des FC Arsenal konnte er bislang aber noch nicht nehmen.
Lennart Karl (FC Bayern)
Wenn ein 18-Jähriger 34 Saisonspiele für den FC Bayern bestreitet, ist eine Nominierung für die DFB-Auswahl nicht verwunderlich. Der ganz große Hype um den Youngster ist zuletzt etwas abgeebbt, erfrischend ist Karls Auftreten allerdings nach wie vor.
Chris Führich (VfB Stuttgart)
Führich verlor mit dem VfB im Jahr 2026 nur ein Ligaspiel. In der Europa League musste man jedoch nach zwei Pleiten gegen Porto die Segel streichen. Auch bei Führich ist eine Diskrepanz zu erkennen. In der Liga schlagen zehn Torbeteiligungen zu Buche, international nur eine in zwölf Partien.
Leroy Sané (Galatasaray)
Im Derby gegen Besiktas (1:0) legte Sané das goldene Tor seiner Farben auf - und flog dann mit Rot vom Platz. Ab davon ist der Offensivspieler in Istanbul meist gesetzt und überzeugt vor allem in wichtigen Spielen.
Kevin Schade (FC Brentford)
Schade verdient sich seine Nominierung mit sieben Toren und drei Vorlagen in 28 Ligaspielen mit dem FC Brentford. Zur Wahrheit zählt aber auch, dass der Flügelstürmer seit Mitte Januar nur einmal traf und sein Team zuletzt offensiv selten überzeugte.
Deniz Undav (VfB Stuttgart)
Undav knipste beim 5:2 gegen Augsburg jüngst doppelt und traf damit als erster Spieler der laufenden Bundesligasaison in sechs aufeinanderfolgenden Partien. Der Stutgarter ist derzeit fraglos der formstärkste deutsche Offensiv-Akteur.
Florian Wirtz (FC Liverpool)
Im Januar schien Wirtz beim FC Liverpool endlich seine Form zu finden. Nach einer Auszeit aufgrund von Rückenbeschwerden läuft es beim 23-Jährigen aber nicht mehr wirklich rund, was sich auch in den Ergebnissen seines Klubs widerspiegelt.
Nick Woltemade (Newcastle United)
Woltemade legte nach seinem Wechsel nach England hingegen einen starken Start hin, der krachend verpuffte. Beim 1:2 gegen Sunderland steuerte der Angreifer immerhin erstmals seit Anfang Januar wieder eine Torbeteiligung in der Premier League bei. Die Tendenz ist dennoch eher besorgniserregend.