Die Gewinner und Verlierer des NFL Combine
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Die Gewinner und Verlierer des NFL Combine
In der letzten Februar-Woche wurden im Lucas Oil Stadium in Indianapolis etliche College-Talente auf Herz und Nieren geprüft. Während einige Akteure ihre Prognose für den NFL Draft verbessert haben, ließen andere einige Fragen offen. sport.de zeigt euch die Gewinner und Verlierer des NFL Combine.
Gewinner: Kenyon Sadiq (TE, Oregon)
Sadiq überraschte beim 40-Yard-Dash mit überragenden 4,39 Sekunden, Bestwert für einen Tight End jemals. Auch bei den Sprung-Disziplinen bewies sich Sadiq und wird mit seiner Leistung beim Combine einige Teams überzeugt haben.
Verlierer: Rueben Bain Jr. (DE, Miami)
Wir sprechen bei Rueben Bain Jr. weiterhin von einem eindrucksvollen Spieler, bei dem es eigentlich kaum Zweifel gibt, dass er in der ersten Draft-Runde gepickt wird. Sein großes Problem: Die viel zu kurzen Arme, die bei der offiziellen Messung mit weniger als 31 Zoll nochmal kürzer waren als gedacht. Diese Tatsache wird seinem Draftstock vermutlich schaden.
Verlierer: Cashius Howell (DE, Texas A&M)
Und man muss im Thema bleiben, denn für Howell gilt das gleiche Problem. Er hat mit 30 1/4 Zoll sogar mit die kürzesten Arme eines Edge Rushers in der jüngeren Vergangenheit. Zudem hat er nicht das Talent eines Ruben Bain, weshalb ihn diese Messung noch etwas mehr kosten könnte.
Gewinner: Marlin Klein (TE, Michigan)
Der Deutsche wird von Draft-Experten wie Daniel Jeremiah ohnehin schon als mögliches Drittrunden-Talent gesehen. Beim Combine überzeugte er vor allem durch seine Schnelligkeit. Seine 4,61 Sekunden beim 40-Yard Dash sind vor allem deshalb eindrucksvoll, weil er schon jetzt als starker Run Blocker gilt. Wenn er nun noch andere athletische Komponenten zeigt, könnte er für die Teams noch interessanter sein.
Gewinner: Sonny Styles (LB, Ohio State)
Der vielleicht größte Gewinner des Combine. Styles zeigte eine außergewöhnliche Leistung in Indianapolis. Beim Vertical Jump erreichte er sagenhafte 43,5 Zoll (110,5 cm) und auch sein 40-Yard-Dash war mit 4,46 Sekunden eindrucksvoll. Hinzu kamen weitere starke Leistungen und gute Positionsdrills.
Verlierer: Lee Hunter (DT, Texas Tech)
Bei den Position Drills zeigte Hunter, dass er flinke Füße hat, doch seine Werte bei den beiden Sprung-Disziplinen waren extrem schwach, weshalb das Thema Explosivität bei Hunter Sorgen machen und ihn womöglich einen Platz in der ersten Draft-Runde kosten könnte.
Gewinner: Dillon Thieneman (S, Oregon)
Seine 4,35 Sekunden beim 40-Yard-Dash waren für den 91 kg schweren Safety durchaus eindrucksvoll. Ebenso gilt das für seine Leistungen bei den On-Field-Drills, wo sich Thieneman sehr flüssig bewegte und stellenweise schon etwas von einem Cornerback hatte. Thieneman festigte allemal seinen ohnehin schon guten Draft Stock.
Verlierer: Malachi Fields (WR, Notre Dame)
Zeigte im Senior Bowl eine gute Leistung, was seinen Draft Stock stärkte. Seine Leistung im Combine passte dazu allerdings nicht. Allen voran sind 4,61 Sekunden beim 40-Yard-Dash zu langsam. Zudem ließ er beim Gauntlet den ein oder anderen Ball fallen. Kein guter Auftritt also insgesamt von Fields.
Gewinner: Malik Washington Jr. (RB, Arkansas)
Washington lieferte beim Combine so gut ab, dass er selbst emotional wurde. Seine 4,33 Sekunden im 40-Yard-Dash sorgten bei ihm im Anschluss für Tränen. Auch in den anderen Drills schnitt Washington sehr gut ab und steigerte seinen Draft Stock nachhaltig.
Verlierer: Emmett Johnson (RB, Nebraska)
Mit 4,56 Sekunden im 40-Yard-Dash reihte sich Johnson ganz am Ende der Running Backs ein. Zwar ist sein Spielstil ohnehin etwas abwartender, aber ein gewisses Maß an Explosivität sollte ein Running Back natürlich mitbringen.
Gewinner: David Bailey (DE, Texas Tech)
Bailey war bei vielen Draft-Experten ohnehin schon hoch im Kurs. Aber seine Messungen und auch die Leistungen beim 40-Yard Dash (inkl. starkem 10-Yard-Split) untermauerten eindrucksvoll, dass Bailey aller Voraussicht nach ein Top-10-Pick sein wird.
Gewinner: Caleb Banks (DT, Florida)
Banks war mit 1,98 m der größte und mit 148 kg der drittschwerste Defensive Tackle beim Combine und hat zudem die längsten Arme. Zeigte aber beispielsweise beim Vertical Jump mit 2,89 m die zweitbeste Leistung. Er musste den Tag leicht verletzt etwas früher abbrechen, hinterließ bis dahin aber einen bleibenden Eindruck.
Gewinner: Monroe Freeling (OT, Georgia)
Freeling hat gegenüber der Konkurrenz auf seiner Position ohnehin schon den Vorteil, dass er am College viel als Left Tackle spielte. Mit einer Größe von 2,01 m, einem Gewicht von 143 kg und einer Spannweite von 88 cm bringt er körperlich zudem alles mit. Beim Vertical Jump und auch beim 10-Yard-Split des 40-Yard Dash gehörte er dann auch zu den besten Offensive Linemen.
Verlierer: Carnell Tate (WR, Ohio State)
Tate trat in Indy nur zum 40-Yard-Das an, der offiziell über 4,50 Sekunden lag. "Das ist ziemlich langsam, ich würde ihn wahrscheinlich nicht früh picken", lautete das Urteil von Bills-GM Brandon Beane, der damit aber wohl zum Ausdruck bringen wollte, dass er Tate gerne picken würde. Beim Pro Day der Ohio State steht Tate nun allerdings etwas unter Druck, wenn er seinen Draft Stock hoch halten möchte.